Leserbrief
Digitale Technologie: Für Kinder gefährlich

Zum Leserbrief «Ab welchem Alter sollen Kinder Laptops haben?», Ausgabe vom 2. Februar

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«Die beste Art, Kinder auf die elektronischen Medien vorzubereiten, ist, sie möglichst lange davor zu schützen.» Dies das Credo nicht von Elektronik-abstinenten Eltern, sondern aus der Technologie-Elite. Bill Gates, ehemaliger Geschäftsführer von Microsoft, und seine Frau erlaubten ihren Kindern bis zum Alter von 14 Jahren keine Mobiltelefone. Steve Jobs, bis zu seinem Tod im Jahr 2011 Geschäftsführer von Apple, sagte der «New York Times», er und seine Frau gestatteten es ihren Kindern nicht, das damals neu erschienene iPad zu benutzen. Beide Elternpaare begrenzten die häusliche Technologienutzung ihrer Kinder auf ein Minimum, weil sie um die stark suchterzeugende Kraft der digitalen Technologien sehr genau wussten.

Deutliche Warnungen über die Risiken von elektronischen Medien üben auch namhafte Pädagogen. In diversen Publikationen beschäftigen sie sich mit der geistigen Abstumpfung von Schulkindern durch digitale Medien. Professor Mario Andreotti, Dozent für Neuere deutsche Literatur und Buchautor, stützte unlängst in einer Kolumne in dieser Zeitung dieselbe Haltung.

Nachdrücklich warnte er vor der bevorstehenden Schul-Computerisierung bis auf Kindergartenstufe. Sein beachtlicher fachlicher Hintergrund, sein ausgeprägtes Verantwortungsgefühl für die heranwachsende Generation und seine aufrechte Art beeindrucken nicht nur mich immer wieder aufs Neue.

An dieser Stelle sei ihm für sein mutiges Engagement, auch gegen die geldgierige IT-Branche anzutreten, sehr gedankt.

Claudia Meier-Preuschoff, Oberkirch

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