Kommentar
Es gibt kein Bier

Urs Moser
Urs Moser
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Der Autor mag gerne Bier. In der Krise hat er weniger getrunken.

Der Autor mag gerne Bier. In der Krise hat er weniger getrunken.

Alex Spichale

Kennen Sie den Footprint-Rechner des WWF? Ich musste erst den Pulverdampf der Abstimmung zum CO2-Gesetz abziehen lassen, bis ich mich getraute, ihn auszuprobieren. Das Ergebnis war nicht ernüchternd, sondern beschämend. So sehr, dass es mir zu peinlich ist, ins Detail zu gehen. Aber wenn alle auf so einen ökologischen Fussabdruck kämen, bräuchten wir ein paar Erden, um überleben zu können. Eigentlich ist mir das unerklärlich. Für die Gasheizung kann ich als Mieter nichts, ich jette auch nicht ständig um die Welt, und auf einer Kreuzfahrt war ich noch nie im Leben. Es muss wohl am Fleischkonsum liegen. Wie auch immer, peinlich bleibt peinlich.

Dann habe ich aber etwas gelesen, das mich dann doch wieder etwas rehabilitiert: Der Bierkonsum ist durch die Schliessung von Bars und Restaurants wegen Corona europaweit um 34 Millionen Hektoliter oder 9 Prozent zurückgegangen. Daran, da bin ich mir nun ziemlich sicher, habe ich einen nicht zu vernachlässigenden Anteil.

Zugegeben, die CO2-Bilanz wird dadurch auch nicht besser, aber etwas zur Steigerung der Volksgesundheit beizutragen, ist schliesslich auch nicht nichts. Global denken, lokal handeln eben, das muss man mir nun wirklich nicht erklären.

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