Hockey-Droge Snus
Es braucht eine klare Regelung

Der von Valora-Kiosken verkaufte Kautabak ist zwar kein «Pulver oder feinkörniges Granulat», sondern klein geschnittener Tabak. Das ist dem Snuser egal. Er bekommt nun am Kiosk sein nikotingefülltes Beutelchen, das er sich unter die Lippe schiebt.

Timon Richner
Timon Richner
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Gehört zum Eishockey wie der Puck: Snus oder Kautabak als Alternative (im Bild das neu am Kiosk erhältliche Produkt).

Gehört zum Eishockey wie der Puck: Snus oder Kautabak als Alternative (im Bild das neu am Kiosk erhältliche Produkt).

Montage/EQ Images

Ob dann Kautabak oder Snus auf der Dose steht. Wen interessiert das? Fest steht: Seit Januar 2015 ist die Hürde zum Snuskauf merklich gesunken. Der Artikel 5 der Tabakverordnung ist umgangen und quasi wirkungslos geworden. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat sein Ziel, das neuartige Tabakprodukt vom Markt fernzuhalten, verfehlt.

Nun muss eine Reaktion vonseiten des BAG folgen. Klarheit muss her. Der Bund erweist den Kantonen mit schwammigen Formulierungen einen Bärendienst. Denn diese müssen die Regeln umsetzen. Es ist an der Zeit, das Verbot endgültig aufzuheben, wie es Nationalrat Lukas Reimann fordert. Oder der Verordnungstext muss so angepasst werden, dass er eindeutig ist. Beispielsweise so, wie es Adrian von Allmen von Swiss Olympic fordert: «Jeder orale Tabak sollte verboten werden.»

Konsequenterweise muss das BAG versuchen, eine Präzisierung des Verbots zu erwirken, um Snus und Ähnliches eindeutig zu verbieten. Dann wäre die Situation wieder so wie angedacht. Wer Snus braucht, soll ihn teuer und aufwendig im Ausland bestellen.

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