Unterengstringen
Zeit für Rückkehr zur Normalität ist gekommen

Der neue Unterengstringer Gemeindepräsident heisst René Rey (FDP).

Sandro Zimmerli
Sandro Zimmerli
Merken
Drucken
Teilen
René Rey (FDP) ist seit 2006 Mitglied des Unterengstringer Gemeinderates.

René Rey (FDP) ist seit 2006 Mitglied des Unterengstringer Gemeinderates.

Alex Rudolf

Das ist keine Überraschung angesichts der Ausgangslage vor den Wahlen. Der bisherige Finanzvorstand war der einzige Kandidat für die Nachfolge des im Sommer verstorbenen Peter Trombik. Auch die Wahl der Freisinnigen Doris Eberhard in den Gemeinderat konnte erwartet werden. Sie war ebenfalls die einzige Kandidatin.

Auffällig sind jedoch die vielen leeren, und im Fall der Ersatzwahl auch die vielen ungültigen Stimmen. Bei der Wahl des Gemeindepräsidenten legten insgesamt 112 Stimmberechtigte einen leeren Wahlzettel ein. Bei der Ersatzwahl waren es gar 197. Hinzu kamen dort 99 ungültige Stimmen. Dieser Umstand und jener, dass die Wahlbeteiligung lediglich bei 36 Prozent lag, trüben das Resultat.

Es mag sein, dass die mangelnde Auswahl an Kandidaten zu diesen vielen leeren Wahlzetteln geführt hat. Im Fall von Doris Eberhard dürfte hinzugekommen sein, dass sie noch wenig bekannt ist in der Gemeinde. Grundsätzlich zeigt sich aber auch bei diesen Ersatzwahlen, dass es immer schwieriger wird, überhaupt Kandidaten für Ämter in der Gemeinde zu finden.

Trotzdem gilt es in Unterengstringen vorwärtszuschauen. Hinter der Gemeinde liegen schwierige Monate. Der Tod von Peter Trombik, eines Freundes und Kollegen, war für alle Beteiligten eine ausserordentliche, schmerzhafte Situation. Mit René Rey wurde ein erfahrenes Exekutivmitglied an die Spitze des Gemeinderates gewählt. Seit Mai hat er das Amt interimistisch ausgeübt und daneben auch die Finanzen der Gemeinde betreut. Mit seiner Wahl und jener von Doris Eberhard ist nun die Zeit gekommen, wieder zur Normalität zurückzukehren. Denn es warten grosse Herausforderungen auf die Gemeinde. Etwa die Ausarbeitung einer neuen Gemeindeordnung. Bereits Ende 2016 soll über die Bildung einer Einheitsgemeinde befunden werden.