Züri-Tram
Volle Transparenz wäre wichtig

Nach jahrelangen Diskussionen erhält Bombardier den Zuschlag für den Bau von 70 Trams. Die geplante Trambeschaffung hatte zuvor für Kritik gesorgt, weil sie dem Kanton zu teuer schien.

Matthias Scharrer
Matthias Scharrer
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So soll das neue Zürcher Tram Flexity von Bombardier aussehen.

So soll das neue Zürcher Tram Flexity von Bombardier aussehen.

Visualisierung ZVG

Nun haben Stadt und Kanton Zürich grünes Licht gegeben für den jahrelang umstrittenen Grossauftrag der Zürcher Trambeschaffung: Bombardier darf für 358 Millionen Franken liefern. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) hätten bei der Auswahl aus den Offerten alles richtig gemacht, verkündeten VBZ-Chef Guido Schoch und sein politischer Vorgesetzter, FDP-Stadtrat Andres Türler, gestern vor den Medien. Dies bestätige ein unabhängiges Gutachten der Deutschen TÜV Süd Rail GmbH.

Die geplante Trambeschaffung hatte in den letzten Jahren für Kritik gesorgt: Dem Kanton schien sie zu teuer. Und einzelne Medien kamen aufgrund eines Gutachtens zum Schluss, bei der Auswahl sei es zu Ungereimtheiten gekommen. Beides sei nun durch das Zweitgutachten widerlegt, beteuern die VBZ sowie der Zürcher Stadtrat. Auch der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) zeigt sich zufrieden. Den TÜV-Bericht halten die Beteiligten jedoch unter Verschluss und zitierten nur einzelne Sätze daraus. Angesichts des laufenden Verfahrens und der an der Tram-Ausschreibung beteiligten Firmen wäre eine Veröffentlichung fehl am Platz, hiess es auf Anfrage bei VBZ und ZVV. Dabei könnte letztlich nur umfassende Transparenz das Vertrauen wieder ganz herstellen.