Veloplätze
Unverbindlich, aber wichtig

An den Bahnhöfen im Limmattal herrscht teilweise ein massiver Mangel an Veloabstellplätzen. Die Zürcher Planungsgruppe Limmattal möchte, dass die Gemeinden dieses Problem angehen.

Tobias Hänni
Tobias Hänni
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Die Suche nach einem Parkplatz kann nicht nur für Autofahrer eine leidige Angelegenheit sein. Insbesondere an Bahnhöfen sind auch Abstellplätze für Velos oft Mangelware. Im Limmattal besonders ausgeprägt ist dieses Problem am Bahnhof Schlieren: Hier kommen gemäss Berechnungen der Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) auf rund 540 radelnde Pendler gerade einmal gut 100 «Bike and Ride»-Abstellplätze. Nicht ganz so ausgeprägt ist der Mangel an anderen Bahnhöfen in der Region. Doch mit dem erwarteten Wachstum dürfte er sich auch dort verschärfen. Was der Förderung des Veloverkehrs, die der regionale Richtplan verlangt, wenig dienlich ist.
Es ist deshalb richtig, dass die ZPL den betroffenen Gemeinden nahelegt, dem Bedarf nach zusätzlichen Abstellplätzen nachzukommen, und dabei neben Fakten zur Überlastung der bestehenden auch konkrete Vorschläge für neue Anlagen liefert. Das Konzeptpapier, das die Planungsgruppe diesbezüglich erarbeitet hat, ist für die Gemeinden und Städte zwar völlig unverbindlich. Trotzdem dürfte es eine Wirkung haben: Es weist, untermauert durch Zahlen, auf einen Engpass hin, dessen Behebung bei vielen Exekutiven weit hinten auf der Prioritätenliste steht.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Gemeinden die Empfehlungen der ZPL zu Herzen nehmen. Denn der drohende Verkehrskollaps in der Region lässt sich nur mit der Förderung von öV und Langsamverkehr abwenden. Dazu gehört, als Bindeglied zwischen Velo- und Bahnverkehr, die Bereitstellung von genügend Abstellplätzen.