Kommentar
Plötzlich gehts schnell beim Gubrist-Deckel

David Egger
David Egger
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Soll einen Deckel Kriegen: 100 Meter Abschnitt vor dem Gubrist.

Soll einen Deckel Kriegen: 100 Meter Abschnitt vor dem Gubrist.

Limmattaler Zeitung

Zwei Jahre noch, dann wollen die Verantwortlichen startklar sein, um die Portalüberdeckung beim Gubristtunnel in Weiningen zu bauen. Die Verwirklichung dieses Projekts rückt mit grossen Schritten näher. Erst im September hatte der Bundesrat das generelle Projekt genehmigt. Und gestern hat der Regierungsrat bekannt gegeben, dass er den Kredit für den Kostenanteil des Kantons am Deckel beim Kantonsrat beantragt hat. Um fünf Millionen Franken geht es.

Anfang 2018 startet dann das Plangenehmigungsverfahren. Wann die Abstimmung im Kantonsrat stattfindet, ist noch offen. Klar ist aber, dass das Projekt Weiningen zusteht und die fünf Millionen Franken wert ist. Ohne dieses Geld würde man viele Schritte zurück machen. Das Bundesamt für Strassen sagt sogar, das Projekt würde ohne dieses Geld ganz scheitern.

Das darf nicht passieren. Nur schon aus Gründen der Gleichberechtigung nicht. Schliesslich hat der Kantonsrat im Mai 2011 einen Kredit von 25 Millionen Franken für die Überdeckung Katzensee auf der anderen Seite des Gubrists gesprochen. Die ist derzeit im Bau. Der Gubrist-Deckel ist also keine Weininger Extrawurst, sondern eine nötige Siedlungsreparatur in einem Dorf, das der Autobahn viel Land abtrat.

Nicht zuletzt ist das Projekt viel günstiger als das von der Gemeinde ursprünglich geforderte: Jetzt wird der Deckel 100 Meter lang. Gewünscht waren 270 Meter. Das sind doch alles gute Voraussetzungen, damit der Fünf-Millionen-Franken-Kredit im Kantonsrat ohne Umwege angenommen werden kann. Damit es schnell weitergeht.