Bruno-Weber-Park
Nicht schon wieder

Die Stiftungsaufsicht des Kantons Aargau muss erneut über den Bruno-Weber-Park befinden.

Sophie Rüesch
Sophie Rüesch
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Der Blick in den Skulpturen-Park

Der Blick in den Skulpturen-Park

Sophie Rüesch

Im Bruno-Weber-Park ist einfach der Wurm drin: Nachdem nach einem Beinahe-Konkurs noch vor zwei Jahren wieder alle Zeichen auf Zuversicht und Einigkeit standen, überschattet nun ein neues Zerwürfnis zwischen den verschiedenen am Schicksal des Parks beteiligten Parteien die Fantasiewelt oberhalb von Dietikon.

Erneut geht es um die Zusammenarbeit zwischen jenen, denen der Park gehört: Maria Anna Weber, der Witwe von Bruno Weber (zwei Drittel), und dem Stiftungsrat (ein Drittel). Zwar mag die aktuelle Aufsichtsbeschwerde der Verein «Freunde Bruno Weber Park» eingereicht haben, doch zentral sind dabei dennoch Punkte, die genau dieses Verhältnis betreffen.

Auch die gegenseitigen Vorwürfe sind weitgehend die gleichen geblieben: Maria Anna Weber stehe der Arbeit der Stiftung im Wege, was einer dringend notwendigen, vor allem finanziellen Sanierung undienlich sei, ist auf der einen Seite zu hören. Die Stiftung wolle Weber Park und Wohnhaus wegnehmen, missachte ihre Erbrechte und stelle sie in einem schlechten Licht dar, was sie nicht verdient habe, heisst es auf der anderen.

Angesichts solch divergierender Auffassungen der Situation ist die Aargauer Stiftungsaufsicht deshalb nicht zu beneiden, wenn sie nun den Park erneut beurteilen muss, wie es schon 2014 der Fall war. Auch ist es kein gutes Zeichen, dass sie nach so kurzer Zeit schon wieder als Schiedsinstanz angerufen wird. Denn das heisst nichts anderes als: Die bewältigt geglaubten Probleme von damals bestehen weiter. Das lässt das Vertrauen von den zahlreichen Freunden des Parks wie auch möglichen Investoren, die jetzt so bitter nötig wären, nicht gerade wachsen.