Immobilienmanagement
Kein Allheilmittel, doch die Richtung stimmt

Der Kantonsrat spricht sich für ein neues Immobilienmanagement des Kantons Zürich aus.

Matthias Scharrer
Matthias Scharrer
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Ein Systemwechsel beim Immobilienmanagement steht an. (Archivbild)

Ein Systemwechsel beim Immobilienmanagement steht an. (Archivbild)

Keystone

Von Planungsdebakeln war in der jüngeren Vergangenheit mehr als einmal die Rede, wenn es um grosse Bauprojekte des Kantons Zürich ging. Paradebeispiel ist das längst geplante, aber noch lange nicht gebaute Polizei- und Justizzentrum. Auch beim Neubau des Massnahmenzentrums Uitikon und dem Bezirksgebäude Dietikon lief nicht alles rund.

Nun strebt eine grosse Mehrheit des Kantonsrats einen Systemwechsel beim Immobilienmanagement an – gegen den Willen der Regierung, wohlgemerkt. Zentralisierung statt Gärtchendenken der einzelnen regierungsrätlichen Direktionen ist angesagt; klare Strukturen statt Verzettelung; auch einheitliche Nachhaltigkeits-Standards beim Bauen soll der Regierungsrat durchsetzen.

Die entsprechenden Gesetzesänderungen sind zwar noch nicht definitiv beschlossen. Doch der angestrebte Systemwechsel ist parteipolitisch so breit abgestützt, dass er auch bei der Redaktionslesung in einem Monat im Kantonsrat Bestand haben dürfte.

Wird danach alles besser beim Immobilienmanagement des Kantons? Nun, auch in Zukunft wird es bei Grossprojekten wie etwa dem geplanten Unispital-Neubau unterschiedliche Interessen der beteiligten Direktionen und Institutionen geben. Ein Allheilmittel gegen schlechte Planung oder faule Kompromisse ist die nun angepeilte Zentralisierung des kantonalen Immobilienmanagements nicht. Doch dass klare Strukturen gegen Verzettelung helfen, liegt auf der Hand. Die Richtung stimmt.