PJZ
Grosse Kiste braucht Geld und Zeit

Das geplante Polizei- und Justizzentrum Zürich kommt der Bauphase näher.

Matthias Scharrer
Matthias Scharrer
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Visualisierung Zürcher Polizei- und Justizzentrum.

Visualisierung Zürcher Polizei- und Justizzentrum.

Kanton Zürch

Es ist eine grosse Kiste: 570 Millionen Franken soll das geplante Polizei- und Justizzentrum Zürich kosten. Die Planungsarbeiten dafür laufen seit 15 Jahren. Zweimal hat das kantonale Stimmvolk darüber abgestimmt, zweimal fand es: Das PJZ soll gebaut werden. Jetzt ist die Projektierungsphase abgeschlossen und der Kanton schreibt den Bau des Projekts aus, wie er gestern mitteilte. 2020 soll das PJZ bezogen werden. Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaften, ein Gefängnis und die Polizeischule werden darin nebst anderem Platz erhalten. Für die lange Planungszeit gibt es Gründe: Das Projekt ist komplex. Und teuer. Die Planung verlief harzig. Mit der Zeit stellte sich heraus: Die grosse Kiste könnte für die darin vorgesehenen Nutzungen zu klein sein. Sparvorgaben des Kantonsrats trugen dazu bei. Und: Das im Abstimmungskampf vorgebrachte Versprechen, mit dem PJZ würde das Kasernenareal mitten in Zürich für andere Nutzungen frei, lässt sich nun nicht ganz einlösen.

Das ist unbefriedigend. Trotzdem: 95 Prozent des Kasernenareals werden frei, beteuerte Polizeidirektor Mario Fehr (SP) gestern. Das unter seinem Vorvorgänger Moritz Leuenberger eingerichtete provisorische Polizeigefängnis verschwindet von der Kasernenwiese. Es gibt Platz für eine Schule, ein Restaurant und anderes. Das spricht für das PJZ. Und nicht nur das: Der Neubau soll einer modernen und effizient eingerichteten Strafverfolgung dienen. Das darf kosten. Und das darf auch dauern. Das PJZ-Projekt sieht bereits eine Erweiterung vor, falls der Kantonsrat das dafür nötige Geld spricht. Das macht Sinn. Es ist Zeit zur Bauphase überzugehen.