Kommentar
Ein Votum für die Limmattaler Kultur

Sandro Zimmerli
Sandro Zimmerli
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Jackie Rubi ist Limmattalerin des Jahres 2017. (Archiv)

Jackie Rubi ist Limmattalerin des Jahres 2017. (Archiv)

Christian Murer

Jackie Rubi ist Limmattalerin des Jahres 2017. Das haben die Leserinnen und Leser der Limmattaler Zeitung entschieden. Sie würdigen damit das Engagement einer Frau, die vielen Leuten in den letzten 20 Jahren mit ihrem Orgelsurium in Unterengstringen unvergessliche Stunden und viel Freude bescherte. Denn das 1998 gegründete Museum ist ein besonderer Ort. Gezeigt werden dort nicht nur Hammond-Orgeln. Es hat sich in all den Jahren auch zu einer beliebten Spielstätte für unzählige Musiker entwickelt. Das Orgelsurium sei ein Ort, von dem man als Künstlerin geradezu träumt, sagt etwa Carmen Fenk, erste Gewinnerin der Schweizer Castingshow «MusicStar».

Von den Besuchern wird vor allem die unkomplizierte Atmosphäre an den Veranstaltungen geschätzt. Dass man sich nach den Konzerten ganz ungezwungen mit den Künstlern unterhalten kann, ist heute alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Das kommt auch in vielen Zuschriften zum Ausdruck.

20 Jahre mit einem Kulturlokal in unmittelbarer Nachbarschaft zur Stadt Zürich durchzuhalten, verdient Respekt. Den zollen die Wähler Jackie Rubi mit ihrem deutlichen Votum. Die Wahl kann daher auch als ein Plädoyer für die vielen kleinen Kulturinstitutionen im Limmattal gesehen werden. Denn diese brauchen sich vor jenen in der grossen Stadt nicht zu verstecken. Trotzdem schwingt auch ein bisschen Wehmut mit. Im Herbst hat die letzte Saison im Orgelsurium begonnen. Nächsten Juni ist Schluss. Bleiben werden aber in jedem Fall die schönen Erinnerungen.