Rotstift Reloaded
Eigentlich waren die Rotstifte gar nie weg

Das Cabaret Rotstift kehrt in die Heimat Schlieren zurück.

Jürg Krebs
Jürg Krebs
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Jürg Randegger (l.) und Produzent Christian Jott Jenny zu Besuch im Singsaal des Hofacker-Schulhauses. Mario Heller

Jürg Randegger (l.) und Produzent Christian Jott Jenny zu Besuch im Singsaal des Hofacker-Schulhauses. Mario Heller

Mario Heller

Das Cabaret Rotstift kehrt in seine Heimat Schlieren zurück. Nicht in der Originalbesetzung und auch nicht in seiner erfolgreichsten Variante mit Werner von Aesch, Jürg Randegger und Heinz Lüthi. Aber doch als viel beachtetes Musiktheater mit Namen «Rotstift Reloaded». Es enthält neue und adaptierte Nummern – auch über Schlieren. Man könnte als Reminiszenz an das Original humorvoll anfügen: «Wäge dem gaht doch d’Wält nöd under!»

Im Gegenteil: Das Cabaret Rotstift war und ist Teil der Schlieremer Identität, der Schlieremer Welt geblieben. Es ist der Stadt über das Bühnenende und den Tod von Gründer Werner von Aesch hinaus in lebhafter Erinnerung geblieben. Es ist nicht zuletzt eine Erinnerung an das Schlieren von damals, als die Stadt noch ein Dorf war, als Schlieren ohne Humorfestival und Stadtfest-Motto «Schliere lacht» zu Scherzen aufgelegt war. Wer an jenem 8. Mai 2002 beim allerletzten Auftritt des Cabaret Rotstift im Salmensaal dabei war, der weiss, wie stark die Bevölkerung mit ihren «Rotstiften» verbunden ist.

Nach Zürich, Baden und Basel kommt «Rotstift Reloaded» also nach Schlieren. Wären die Kabarettisten heute noch auf Themen-Suche für einen Sketch, der englische Programmtitel «Rotstift Reloaded» wäre ein möglicher Gegenstand. Schon vor Jahrzehnten haben sie sich über Anglizismen in der Alltagssprache lustig gemacht. Auf den Hund gekommen hiess bei ihnen: «Er ist on the dog». Vielleicht war das damals lustiger als heute. Doch wer sich den Sketch auf Youtube ansieht, muss noch immer lachen. Und wer ans Cabaret Rotstift denkt, dem fallen viele solcher Lacher ein. Das Cabaret Rotstift kehrt in die Heimat zurück? Eigentlich war es gar nie weg.