Kommentar
Dieser Effort muss belohnt werden

In Uitikon kämpfen der Tennisclub und der Fussballklub nun Seite an Seite für die Sportplatz-Erweiterung.

Alex Rudolf
Alex Rudolf
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Nach jahrelangen Meinungsverschiedenheiten könnte das Sürenloh bald einen neuen Fussballplatz erhalten. Foto: fuo

Nach jahrelangen Meinungsverschiedenheiten könnte das Sürenloh bald einen neuen Fussballplatz erhalten. Foto: fuo

Die einst verfeindeten Sportklubs, der Uitiker Fussball- (FCU) und der Tennisclub (TCU), haben sich nach jahrelangem Hin und Her gefunden. In einer Absichtserklärung stellt sich der TCU hinter die Initiative «Pro Sürenloh», die den Bau eines neuen Fussballplatzes und einer Garderobe verlangt und somit den prekären Platzverhältnissen des FCU ein Ende setzen will. Verflogen sind einstige Befürchtungen des TCU, später selber nicht mehr wachsen zu können. Mithilfe des Initianten Edi Cincera scheint der FCU am Ziel angekommen zu sein. Die Chancen, dass die Initiative am 8. März vom Volk angenommen wird, stehen gut.

Was die Delegationen der beiden Vereine und der Initiant hier innert weniger Wochen vollbracht haben, ist ein Lehrstück in Sachen Kompromissfindung. Denn noch im November stemmte sich der Tennisclub in aller Deutlichkeit gegen die Erweiterung, drohte an der Gemeindeversammlung gar mit einem «Kleinkrieg». Nun lässt der FCU den TCU mitgestalten und überlässt ihm bei Bedarf sogar das heutige Fussballclub-Haus. In diesem Fall würde andernorts ein neues erstellt.

Beide Parteien bekommen, was sie wollen, ohne dass der Spielraum für den anderen eingeengt wird. Darauf können die Akteure, die dazu beigetragen haben, stolz sein. Bleibt zu hoffen, dass das Uitiker Stimmvolk den Effort und das Herzblut, das die Vereine und Cincera in dieses Projekt gesteckt haben, mit einem Ja an der Urne belohnt. Davon würden in allererster Linie die fussballinteressierten Kinder profitieren.