Kommentar
Beton und Stahl sind schon da

David Egger
David Egger
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In Schlieren sind die Bauarbeiten bereits in vollem Gang.

In Schlieren sind die Bauarbeiten bereits in vollem Gang.

zvg

Zuerst das 15 zu 0 in der Kommission, jetzt das 162 zu 1 im Kantonsrat: Die Rufe nach einem Stopp der Limmattalbahn verhallen in der Kantonalpolitik ungehört. Und schon heute richten sich die Augen wieder auf den Bau der ersten Bahn-Etappe, wenn auf der Schlieremer Geissweid die erste Limmattalbahn-Musterhaltestelle präsentiert wird, gleich an den neu verlegten Schienen, den grossen Symbolen Beton und Stahl gewordenen Fortschritts, die dieser Limmattalbahn ein erstes, nun fassbares Gesicht verleihen.

Die zweite Etappe manifestiert sich derweil noch auf Papier und Computerbildschirmen. Aber das nicht zu knapp: Nur noch rund 50 Tage dauert es, bis die Rollmaterial-Beschaffung einen wichtigen Zwischenhalt macht: Am 1. Juni endet die Ausschreibung des Auftrags. Schon in gut zwei Wochen endet zudem die Ausschreibung des Generalplaner-Mandats für das Bahndepot Müsli.

Es geht also vorwärts. Viel Geld wird eingesetzt, das kaum ein Steuerzahler à fonds perdu ausgegeben sehen will. Dieser Umstand wird tendenziell den Bahn-Befürwortern in die Hände spielen. Gewonnen haben sie damit aber noch nichts. Denn ein grosser Abstimmungskampf steht bevor. Auch ausserhalb des Bezirks. Denn dort suchen die Bahngegner Verbündete. Und das wird ihnen besser gelingen, als Verbündete im Kantonsrat für sich zu gewinnen. Denn im Volk werden sich nicht wie im Kantonsrat über 99 Prozent der Stimmenden für die Bahn aussprechen.