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Bei aller Freude ist Geduld gefragt

Sandro Zimmerli
Sandro Zimmerli
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Bis alle Arbeiten am Gubrist vollendet sind, dauert es noch einige Jahre.

Bis alle Arbeiten am Gubrist vollendet sind, dauert es noch einige Jahre.

SEVERIN BIGLER

Es ist hinlänglich bekannt, dass der Gubristtunnel ein Nadelöhr im Schweizer Autobahnnetz ist. Das wurde auch gestern anlässlich des Festaktes zur ersten Sprengung für den Bau der dritten Röhre mehrfach betont. Und so ist es für die vielen staugeplagten Autofahrer eine gute Nachricht, dass es mit dem Ausbau der Zürcher Nordumfahrung weiter vorangeht. Bereits in zwei Jahren soll in Weiningen der Durchbruch der dritten Tunnelröhre gefeiert werden. Und im Verlaufe des Jahres 2020 ist die Inbetriebnahme der ausgebauten Strecke zwischen dem Anschluss Affoltern und der Überdeckung Stelzen geplant, die etwas Entlastung bringen wird.

Ebenso klar ist es, dass es noch einige Zeit dauern wird, ehe der Gubrist aus den täglichen Staumeldungen verschwinden wird. Auch das wurde gestern mehrfach bekräftigt. Noch bis 2025 wird die mittlerweile chronische Überlastung auf der Nordumfahrung anhalten. Erst dann, wenn auch die beiden bestehenden Röhren saniert worden sind, wird der Verkehr in beiden Richtungen durchgehend auf sechs Spuren rollen.

Bei aller Freude, die der gestrige Tag mit sich brachte: Es ist noch viel Geduld gefragt. Für alle Autofahrer, aber auch für alle Einwohner der umliegenden Dörfer, die während der nächsten acht Jahre weiterhin mit Ausweichverkehr leben müssen, wenn es auf der Nordumfahrung wieder einmal stockt. Und das tut es beinahe täglich.