Kommentar
Auch eine Flussbadi light ist willkommen

Sophie Rüesch
Sophie Rüesch
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Die Flussbadi Brunau soll künftig eine Alternative zur Nötzliwiese weiter flussabwärts bieten. Im Bild: die Nötzliwiese im Sommer. (archiv)

Die Flussbadi Brunau soll künftig eine Alternative zur Nötzliwiese weiter flussabwärts bieten. Im Bild: die Nötzliwiese im Sommer. (archiv)

Anja Mosbeck

Was lange währt, wird endlich gut: Ab 2020 soll die Allmend Brunau ein Naherholungsgebiet sein, Flusszugang und öffentliche Liegewiese inklusive. Zuvor hatte sich der Dietiker Stadtrat über Jahre auf die Fahne geschrieben, eine Flussbadi zu schaffen. 2008 hätte das Projekt gemäss ersten Erklärungen realisiert werden sollen. Doch dann stellte sich heraus, dass alles etwas komplizierter ist als ursprünglich gedacht. 2014 erklärte die Stadt das Projekt dann für bis auf weiteres sistiert.

Umso erfreulicher ist es, dass nun eine Reihe von Fügungen es doch noch möglich machen, dass Limmatschwimmer, -böötler und -verweiler in Dietikon einen Ort bekommen, an dem sie sicher ins und aus dem Wasser gelangen oder auch einfach auf der Wiese am Fluss liegen und spielen können. Eine Badi im herkömmlichen Sinn ist es zwar nicht, was die Stadt zusammen mit den Kraftwerkbetreibern EKZ in der Brunau plant – es ist eher eine Flussbadi light.

Doch eine Badi im herkömmlichen Sinn braucht es auch gar nicht. Dringender ist es, die Limmat zu erschliessen, die doch eigentlich eins der schlagendsten Standortargumente und dennoch weitgehend ohne brauchbare Zugänge ist. Eine kostenlose Anlage, in der die grundlegenden Bedürfnisse für Badende und Sonnenbadende abgedeckt sind, ist sogar noch die bessere Lösung: Sie erlaubt es mehr Menschen, davon auch regelmässig Gebrauch zu machen. Eine richtige Badi hat Dietikon zudem ja bereits mit dem Fondli. Pluspunkt für die Stadt: Für sie entfallen grosse und langfristige Investitionen in einen weiteren städtischen Betrieb. So hat sich doch noch alles zum Guten gewendet.