Durchmesserlinie
Am Bahnausbau führt kein Weg vorbei

Mit der Durchmesserlinie ist beim Verkehrsknoten Hauptbahnhof für die nächsten 50 Jahre vorgesorgt.

Matthias Scharrer
Matthias Scharrer
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Thumb for 'Reportage über die Eröffnung der Durchmesserlinie'

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Der Stossseufzer entfuhr dem obersten Verkehrsplaner der Schweiz gestern am Rande der Eröffnungsfeier für das Milliardenprojekt Durchmesserlinie (DML): «Es hört nie auf. Man fragt sich, wo das hinführt», sagte Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamts für Verkehr. Die Rede war von Bahnausbauprojekten. Zwar ist der Bau der DML, die von Zürich Altstetten unter dem Hauptbahnhof Zürich hindurch nach Zürich Oerlikon führt, nun abgeschlossen.

Beim Verkehrsknotenpunkt Hauptbahnhof Zürich ist damit nach Ansicht von SBB-Fachleuten für die nächsten 50 Jahre vorgesorgt. Aber wie es eben so ist beim Bau von Verkehrsinfrastruktur: Kaum hat man einen Engpass behoben, entsteht der nächste. Bei den SBB ist dies im Raum Zürich zwischen Zürich und Winterthur sowie beim Bahnhof Stadelhofen der Fall. Entsprechende Ausbauprojekte sind in Vorbereitung.

Es mag vor allem aus Sicht der Autofahrer nerven, doch am weiteren Ausbau der Bahninfrastruktur führt kein Weg vorbei. Mobilität ist längst ein entscheidender Standortfaktor. Und nur die Bahn kann auch zu Stosszeiten staufrei fahren.

Allen Prognosen zufolge wird der Verkehr in den kommenden Jahrzehnten im Raum Zürich weiter zunehmen. Die Nähe von Wohn- und Arbeitsort wäre zwar sinnvoll und ist raumplanerisch anzustreben. Doch es wäre illusorisch, daran zu glauben, dass das Bedürfnis nach Mobilität in absehbarer Zeit nicht mehr wächst. Auch wenn es schmerzt: Wir werden weiter massiv in die Bahninfrastruktur investieren müssen.