Polemik
Open-Air-Weicheier

Noemi Lea Landolt
Noemi Lea Landolt
Drucken
Teilen
Der Gang auf die Toilette gehört nicht zu den schönsten Erlebnissen an einem Open Air. (Symbolbild)

Der Gang auf die Toilette gehört nicht zu den schönsten Erlebnissen an einem Open Air. (Symbolbild)

Screenshot TeleM1

Als Büne Huber während der Eishockey-Playoffs öffentlich über die Fussballer herzog und sie in einer Wutrede als «Weicheier» betitelte, da entbrannte eine hitzige Diskussion. Ob er recht hatte, sei dahingestellt. Dieselbe Debatte liesse sich allerdings auch punkto Konzertbesucher führen. Tatort Luzern: Rammstein bittet zur grossen Open-Air-Show auf der Allmend. 50 000 Zuschauer werden erwartet. Das heisst: Wer an diesem Tag in die Innerschweiz reist, der weiss, dass er das nicht allein tun wird. Man muss ziemlich sicher anstehen. Ein WC-Besuch gleicht einer generalstabsmässig geplanten Exkursion. Essen? Alles eine Frage der Nerven und der Geduld.

Wenn man dann im Nachgang die Reaktionen einiger Konzertbesucher liest, dann fragt man sich schon, in welcher Welt diese Leute leben. Natürlich war die Organisation nicht perfekt. Aber wer erwartet hat, dass ihm beim Eingang der rote Teppich ausgerollt wird, er oder sie auf dem Gelände sein Privat-Klo benutzen darf und ihm das Essen an den Standplatz gebracht wird, der ist nicht nur völlig naiv, sondern vor allem eines: ein Open-Air-Weichei.

Aktuelle Nachrichten