Apropos
Eine Cup-Premiere für den FC Gontenschwil

Obwohl in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups nur drei Mannschaften aus dem Aargau vertreten sind, gibt es doch eine Überraschung: Der FC Gontenschwil tritt erstmals in seiner Vereinsgeschichte in eine Cup-Hauptrunde.

Ruedi Kuhn
Ruedi Kuhn
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Die neue Saison für den FC Gontenschwil beginnt heute Abend (hier: Ivo Della Rossa (rechts)).

Die neue Saison für den FC Gontenschwil beginnt heute Abend (hier: Ivo Della Rossa (rechts)).

Otto Lüscher

Steckt der Aargauer Fussball in einer Krise? In der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups am nächsten Wochenende sind gerade mal drei Mannschaften aus dem Rüebliland im Einsatz. Die Paarungen lauten: FC Zürich United (1.) – FC Aarau, FC Küsnacht (2.) – FC Wohlen und FC Gontenschwil (2.) – Azzurri Lausanne (1.).

Gontenschwil erstmals dabei

Der Zweitligist FC Gontenschwil im Schweizer Cup? Das ist eine Premiere! Der Verein aus dem Wynental wurde 1936 gegründet. Das Budget für die zwölf Mannschaften beträgt 250'000 Franken, ist im Vergleich mit den Ligakonkurrenten und Topklubs Wettingen, Gränichen und Schöftland also ziemlich bescheiden.

Die Saison 2014/15 verlief für die Mannschaft der beiden Trainer Daniel Bolliger und Roland Sollberger äusserst erfolgreich. In der Meisterschaft erreichte Gontenschwil Rang 3. Und im Aargauer Cupfinal gab es einen 1:0-Sieg gegen den favorisierten FC Rothrist.

Fairstes Team

Der FC Gontenschwil sorgt aber nicht nur sportlich für Schlagzeilen. Am vergangenen Samstag stand der Verein mit 200 Mitgliedern an der Delegiertenversammlung des Aargauischen Fussballverbandes in Wettingen im Mittelpunkt. Die Gontenschwiler wurden zum dritten Mal in Folge als Fairplay-Sieger der 2. Liga ausgerufen und kassierten dafür wie schon in den vergangenen Jahren 2000 Franken.

Ein schweres Los gezogen

Als Belohnung eröffnen sie heute Abend um 20.15 Uhr mit dem Kickoff-Spiel gegen den 3.-Liga-Meister Eagles Aarau die neue Saison 2015/16. Und am kommenden Sonntag, 16 Uhr, empfängt der FC Gontenschwil in der ersten Hauptrunde des Schweizer Cups Azzurri Lausanne. Ein Traumlos sieht in der Tat zwar anders aus, aber vielleicht gelingt gegen den Erstligisten aus dem Waadtland ja eine Überraschung. Zu wünschen wäre ein solcher Coup in erster Linie Adrian Joller, der den kleinen Klub seit 2007 als Präsident mit viel Leidenschaft und Herzblut anführt.