Apropos
Der oberste Chef fürs Kulinarische

Andreas Möckli
Andreas Möckli
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Keystone

Die vielen Abkürzungen für echte und vermeintliche Chefpositionen, die mit dem Buchstaben C beginnen, sind wir uns mittlerweile gewohnt. Vom Firmenchef (CEO) über den obersten Finänzler (CFO) bis hin zum Chief Risk Officer (CRO) haben schon viele solcher Abkürzungen Eingang in die Wirtschaftswelt gefunden – allzu oft auch in die deutschsprachige. Wer die Suchmaschine Google bemüht, findet im Handumdrehen zahlreiche weitere Chef-Abkürzungen.

Dass es im Zeitalter der Digitalisierung mittlerweile einen Chief Digital Officer gibt, kann einen nicht wirklich überraschen. Da ist es angesichts des Klimawandels auch zum Chief Environmental Officer oder zum Chief Sustainability Officer nicht mehr allzu weit. Chefs für Umwelt und Nachhaltigkeit stehen Unternehmen im Zeitalter der politischen Korrektheit ohnehin gut an. Eher kurios mutet der Titel Chief Inspiration Officer an.

Ob dieser eher dafür zuständig ist, die Belegschaft zu inspirieren, oder selbst mit Innovationen aufwarten muss, dürfte wohl vom Stellenprofil abhängen. Mittlerweile sind die C-Titel auch in die Welt der Gastronomie vorgedrungen. Die Hotelkette Jumeirah mit Sitz in Dubai hat in diesem Jahr einen Chief Culinary Officer ernannt.

Auf gut Deutsch: Er ist für die Restaurants von Jumeirah zuständig. In den USA lässt sich sogar der Titel des Chief Pastry Officers finden. Wo ist nur der gute alte Patissier geblieben?