Fussball

Zwölf Siege in Folge: FC Dietikon mit Vollgas in Richtung Aufstieg

Der Dietiker Blazenko Klaric (am Ball) glänzte gegen Olten als Passgeber.

Dietikon ist nun seit zwölf Spielen ungeschlagen – gegen Olten gab es einen 4:0-Sieg.

Ein Dutzend Mal war Blazenko Klaric schon in den gegnerischen Strafraum vorgedrungen. Ein Dutzend Mal war er im Abschluss gescheitert. Entweder zog der Dietiker Stürmer im Duell gegen Oltens Torhüter Thomas Husi den Kürzeren oder er schoss den Ball aus bester Position am Tor vorbei. Auch in der zweitletzten Minute der Partie zwischen Olten und Dietikon war Klaric wieder einmal Richtung Tor gerannt. Aber diesmal passte er den Ball in die Mitte, und dort stand Dino Duvnjak. Dieser zog ab und traf zum 4:0-Endstand in diesem einseitigen Spiel. «Und das mit meinem schwächeren linken Fuss», sagte Duvnjak.

Es war nicht Duvnjaks erstes Tor an diesem regnerischen Samstagnachmittag. Schon nach zwei Minuten hatte er für Jubel bei den Dietikern gesorgt, nachdem ihm Aleandro Norelli den Ball zugespielt hatte. «Das war eine tolle Vorlage», so Duvnjak.

Gnadenlose Effizienz

Duvnjaks erstes Tor war allerdings nicht das erste des Spiels. Dieses hatten die Gäste bereits nach einer Minute erzielt. Wieder war Norelli der Vorlagengeber gewesen, sein Pass war von Milan Marjanovic verwertet worden. Es war der erste Angriff überhaupt der Dietiker in diesem Spiel gewesen. Fazit: Die Limmattaler zeigten sich in den Startminuten so gnadenlos effizient, wie es sich für einen Tabellenersten gehört.

Doch nicht nur deswegen lagen die Dietiker in Front. Von den Oltnern war in der Anfangsphase fast nichts zu sehen. Dabei hatten sie gegen Dietikon in dieser Saison bisher überzeugt: Im Hinspiel auf der Dornau hatten sie ein 1:1-Unentschieden geholt und im zweiten Vorrundenspiel für die Cupqualifikation gewannen sie in Dietikon im April sogar mit 2:1. Tempi passati: Auf der heimischen Sportanlage Kleinholz brauchten die Oltner eine Viertelstunde, bis sie überhaupt einen ersten Schuss aufs Dietiker Tor abgaben. Mario Simic hatte es aus der Distanz versucht, der Ball wurde jedoch geblockt. Es war der einzig nennenswerte Abschluss der Hausherren in der ersten Halbzeit, Dietikon hätte angesichts der Spielanteile und Chancen noch höher führen müssen.

In der zweiten Hälfte wurde die Partie dann etwas ausgeglichener, die Oltner kamen nun auch zu guten Torchancen. Doch die Gäste aus dem Limmattal waren nach wie vor sehr dominant. Kurz nach Wiederanpfiff schoss Klaric den Ball knapp am Pfosten vorbei, eine Viertelstunde später konnte der Stürmer eine Vorlage von Norelli nicht verwerten. Dann köpfte Duvnjak den Ball knapp am Tor vorbei. Wenig später hatte Norelli eine hervorragende Möglichkeit, dann der eingewechselte Luca Senicanin – das dritte Tor für die Limmattaler war längst fällig.

Noch zehn Minuten blieben zu spielen, als Klaric wieder einmal über die linke Seite in den Oltner Strafraum rannte und abermals versuchte, Husi zu bezwingen. Dieser wehrte Klarics Schuss zwar ab. Doch der Ball landete erneut beim Dietiker Stürmer, der im Fallen zu Norelli passte – 3:0 für die Gäste und die endgültige Entscheidung in diesem Spiel. Duvnjaks Tor in der Schlussphase spiegelte dann auch die Kräfteverhältnisse auf dem Rasen wieder.

18 Tore in vier Spielen

Mit dem Sieg in Olten bleiben die Limmattaler in der Rückrunde ohne Punktverlust. Sie konnten alle bisherigen acht Partien gewinnen. Nimmt man die Hinrunde dazu, sind die Limmattaler sogar seit zwölf Spielen ungeschlagen. Besonders die Bilanz der letzten vier Partien der Meisterschaft ist beeindruckend: Die Limmattaler haben keinen Gegentreffer kassiert und dafür sagenhafte 18 Tore geschossen.

Der Vorsprung auf Freienbach, den einzig verbliebenen Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg, bleibt bei neun Punkten, denn auch Freienbach hat gewonnen. Den Schwyzern bleiben nur noch sechs Spiele, um den Rückstand aufzuholen. Die Frage lautet also: Können diese Dietiker überhaupt noch gestoppt werden? Duvnjak bleibt zurückhaltend. «Wir dürfen jetzt nicht nachlassen», so der Mittelfeldspieler. «Wir müssen auch in den restlichen Partien Vollgas geben.»

Freienbach spielt am Mittwoch noch ein Nachtragsspiel gegen Pajde, bevor es am Sonntag Schöftland empfängt. Sollte Freienbach diese beiden Partien verlieren und Dietikon gegen Wettingen drei Punkte holen, hätten die Limmattaler bereits zwölf Punkte Vorsprung. Der Aufstieg von der 2. Liga interregional in die 1. Liga wäre ihnen dann kaum mehr zu nehmen.

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