Birmensdorf
Zwergenvilla schliesst Lücke bei Krippenplätzen

In Birmensdorf nimmt mit der Zwergenvilla eine zweite Kinderkrippe ihren Betrieb auf. Die Gemeinde freut das, denn die Nachfrage nach zusätzlichen Kinderbetreuungsplätzen ist gross.

Tabea Wullschleger
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Das Team der Kinderkrippe Zwergenvilla.

Das Team der Kinderkrippe Zwergenvilla.

Mit der Kinderkrippe Zwergenvilla an der Weissenbrunnenstrasse 41 hat Birmensdorf seine zweite Krippe bekommen. Dass ein Bedürfnis nach mehr Kinderbetreuungsplätzen besteht, bestätigt Stefan König von der Abteilung Soziales und Gesellschaft der Gemeinde Birmensdorf genauso wie die Leiterin der bereits bestehenden Krippe, Sandra Nagel-Bachmann. «Wir führten seit Jahren eine Warteliste, da wir keine weiteren Kinder mehr aufnehmen konnten», sagt sie.

Während sieben Jahren war der Sennhof das einzige Krippenangebot in Birmensdorf. Von einer Konkurrenz mit der neuen Krippe will Nagel-Bachmann jedoch nicht sprechen. «Ich hatte bereits Kontakt mit der Zwergenvilla-Leitung, denn ich habe ein grosses Interesse an einer guten Zusammenarbeit», sagt die Sennhof-Leiterin.

Vor allem aber komme das neue Angebot den Birmensdorfer Familien zugute. «Mit den Angeboten von Sennhof und Zwergenvilla wird der von der Gemeinde Birmensdorf errechnete Bedarf an Betreuungsplätzen gut abgedeckt sein», sagt Nagel-Bachmann.

Leitung mit Erfahrung aus Urdorf

Momentan werden in der zweiten Birmensdorfer Krippe zwar erst drei bis fünf Kinder betreut, doch weitere Kinder stehen bereits auf der Liste und würden in den nächsten Monaten dazustossen, sagt Karin Zumbühl.

Sie ist die Leiterin der gleichnamigen Krippe in Urdorf und Geschäftsleiterin der Kinderbetreuung Huetiberg GmbH, welche nun auch die Zwergenvilla führt. Die Kinderbetreuung Huetiberg kann aufgrund ihrer beiden Krippen und dem Hort in Urdorf bereits einige Erfahrung auf diesem Gebiet aufweisen.

Für die zusätzliche Betreuungsstätte werde daher auch nicht ein komplett neues Team engagiert, so Zumbühl. Vielmehr werden in Birmensdorf Leute aus dem Urdorfer Stammteam mit neuen Mitarbeiterinnen zusammenarbeiten.

Betreut werden Kinder von drei Monaten bis zum Kindergarteneintritt. Geplant sind zwei altersgemischte Kindergruppen mit maximal elf Kindern – damit hätte die Zwergenvilla das gleiche Angebot wie der Sennhof.

Bis die zweite Birmensdorfer Krippe allerdings verwirklicht werden konnte, dauerte es länger als geplant. Bereits im letzten Februar lag ein Baugesuch für die Umnutzung eines Gebäudes in Birmensdorf zur Krippe auf.

Aufgrund von Einsprachen von Nachbarn habe der geplante Umbau jedoch nicht stattfinden können, sagt die Huetiberg-Geschäftsführerin Zumbühl. Die Suche nach passenden Räumlichkeiten ging also weiter. «Mit den beiden Dachterrassenwohnungen an der Weissenbrunnenstrasse haben wir nun aber etwas Geeignetes gefunden», sagt Zumbühl.

Gemeinde subventioniert Plätze

Unterstützung vonseiten der Gemeinde habe es bei der Suche keine gegeben, da die Krippe auf privater Basis aufgebaut sei, sagt Sozialarbeiter König. Bei den Betreuungskosten greift die Gemeinde Birmensdorf den Eltern jedoch unter die Arme. Seit 1. März 2013 ist ein neues Subventionierungsmodell in Kraft.

Ob und wie viel Anspruch die Eltern auf Unterstützung haben, können sie mit einem Tarifrechner auf der Gemeinde-Website berechnen. Der Betrag ist von Einkommen und Vermögen abhängig. Die Absicht der Gemeinde ist es, mit solchen Subventionen für neue Kinderkrippen, jedoch auch für junge Familien attraktiver zu werden.

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