Atomausstiegsinitiative
Zürcher Regierungsrat will an Atomkraftwerken festhalten

Der Zürcher Regierungsrat lehnt die eidgenössische Volksinitiative "Für den geordneten Ausstieg aus der Atomenergie" ab: Müssten im kommenden Jahr gleichzeitig drei Atomkraftwerke definitiv vom Netz genommen werden, steige das Risiko von Stromausfällen, begründet er sein Nein.

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Zürcher Regierungsrat spricht sich gegen eine Laufzeit-Begrenzung der AKWs aus. (Archiv)

Zürcher Regierungsrat spricht sich gegen eine Laufzeit-Begrenzung der AKWs aus. (Archiv)

KEYSTONE/PETER KLAUNZER

"Ein grossflächiger Stromausfall hätte für den Kanton Zürich volkswirtschaftliche Kosten von etwa einer Milliarde Franken pro Tag zur Folge", schreibt die Regierung in einer Medienmitteilung vom Dienstag.

Dem Kanton gehört direkt und indirekt rund ein Drittel der Axpo Holding AG, welche vier der fünf schweizerischen AKW besitzt oder an ihnen beteiligt ist. Eine Begrenzung der Laufzeiten greife in die Eigentumsgarantie ein, hält die Regierung fest. "Entschädigungsforderungen auf Kosten der Steuerzahler und höhere Strompreise wären die Folge."

Über die Atomausstiegsinitiative, welche die Grünen lanciert haben, wird am 27. November abgestimmt. Mit ihr sollen maximale Laufzeiten von 45 Jahren für Schweizer AKW festgeschrieben werden.