Ref. Kirche Urdorf
Zum Znüni gibts Zopf und Gesang

Das Eltern-Kind-Singen in der neuen reformierten Kirche Urdorf verbindet Familien durch Musik.

Michelle Panza
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Esther Grieder (54) ist Pfarrerin in Urdorf und leitet das Singen. «Der Znüni zur Auflockerung ist ein schöner Start in den Tag.»
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Die Kleinen haben Spass am Eltern-Kind-Singen. Der Sohn von Matthias Wolf aus Urdorf springt im Takt herum.
Matthias Wolf kommt so oft wie möglich. Seit das Eltern-Kind-Singen vom Donnerstagnachmittag auf den Dienstagmorgen verschoben wurde, kann er öfter kommen.
Miriam Moos kommt häufig mit ihrer Tochter Mila (1). «Sie hat grosse Freude am Singen, am Klavier und am Znüni.»
Die Töchter von Miriam Moos (links) und Ina Körner haben viel Spass zusammen. «Es ist ein toller Ort, um andere Eltern kennen zu lernen, und auch die Kinder finden neue Freunde», so Körner.
Zum Znüni gibts Zopf und Gesang
Esther Grieder freut sich über jeden, der kommt: «Ich hoffe, dass bald mehr dazukommen und mit uns singen.»

Esther Grieder (54) ist Pfarrerin in Urdorf und leitet das Singen. «Der Znüni zur Auflockerung ist ein schöner Start in den Tag.»

Severin Bigler

Ein voller Znüni-Tisch steht am Dienstagmorgen um zehn Uhr für die bis vierjährigen Kinder und ihre Eltern bereit. Sie treffen sich in der neuen reformierten Kirche Urdorf zum gemeinsamen Singen. Nachdem sie Zopf, Orangensaft oder Kaffee vertilgt haben, startet der musikalische Teil des Eltern-Kind-Singens. Es ist ein Treffpunkt für Familien aus dem ganzen Dorf – ob religiös oder nicht: Singlustige sind willkommen. «Es ist ungezwungen und gemütlich», sagt eine Mutter, die regelmässig dabei ist. Esther Grieder, Pfarrerin in Urdorf, leitet das Eltern-Kind-Singen seit zwei Jahren. «Es kommen immer wieder andere Leute. Das Programm wird auf das Alter der Kinder abgestimmt. Wenn es Ältere dabei hat, reiten wir beispielsweise auf Steckenpferden zur Musik», sagt sie.

Sobald alle Sänger gestärkt sind und die Pianistin da ist, sitzen sie im Kreis zusammen. Die Stimmung ist durch das einfallende Morgenlicht und die zufrieden mampfenden Kinder fast schon besinnlich. Als die ersten Töne des Klaviers erklingen, stimmen die Eltern und Kinder in das Lied «Grüezi mitenand» ein und bewegen sich dazu. Nebst Kinderliedern wird auch über Gott gesungen. Nach einigen Stücken holt Grieder bunte Tücher dazu, die alle im Takt zum Lied «Mir tanzed» schwingen. Die Mutter eines Mädchens ist begeistert: «Es ist eine schöne Begegnungszone. Man lernt andere Eltern kennen, und die Kleinen finden neue Gspänli.»