Zum Referat geladen hatte der ökumenische Frauentreff, der damit auch gleich sein 35-jähriges Bestehen feierte «Wir sind schon ein bisschen stolz, dass es uns so lange gibt», sagte Rosmarie Frick. Sie ist eine der vier Initiantinnen des ökumenischen Frauentreffs. Gemeinsam mit Frieda Stüssi, Yvonne Lanz und Vreni Saxer veranstalten sie regelmässig im Jahr Anlässe, die den Frauen Einblicke in ein bestimmtes Thema bieten. Auch wenn sie dabei von der Reformierten und der Katholischen Kirche unterstützt werden, seien es keine religiösen Veranstaltungen. «Vielmehr sollen die Referate zu aktuellen und spannenden Themen die Teilnehmenden etwas lehren und zum gemeinsamen Austausch anregen. Wir sind in diesem Sinne auch kein Kaffeekränzchen», sagte Frick.

Das sei auch schon vor 35 Jahren so gewesen, erinnerte sich Lisa Steger. Die 81-Jährige war bei der Gründung des ökumenischen Frauentreffs mit dabei. «Ich habe dann einige Zeit mitgeholfen. Ich weiss gar nicht mehr genau, wie lange das war», sagte sie. Mittlerweile nehme sie einfach noch gerne an den Treffen teil. «Man sieht dann Leute, die man schon länger nicht mehr getroffen hat.»

Ein aufmerksames Publikum

Von diesen Leuten traf Steger am Freitag vermutlich ein paar mehr als sonst, denn mit knapp 40 Teilnehmenden war die Veranstaltung gut besucht. «Das liegt vermutlich auch am Doppeljubiläum», sagt Mitinitiantin Lanz. Denn nebst dem ökumenischen Frauentreffen feierte auch der Referent Jörg Frei sein 35. Jubiläum. Der 59-Jährige lernte zuerst Orgelpfeifenmacher, bevor er die Panflöte für sich entdeckte.


Mittlerweile unterrichtet er das Instrument und tritt an verschiedenen Anlässen auf. Der Auftritt vor den Dietiker Frauen hat ihm sehr gefallen. «Das Publikum hörte sehr aufmerksam zu. Ich spiele immer besonders gerne für Leute, die daran Freude haben», sagte er.
Frei spielte Panflötenklassiker wie «Der einsame Hirte» oder «El Condor Pasa», aber auch für das Instrument ungewöhnliche Titel wie «Hallelujah» von Leonard Cohen oder «Hymne à l’amour» von Edith Piaf. Zwischen den Stücken präsentierte er verschiedene Variationen der Panflöte und zeigte die Entwicklung des Instruments auf.

Neue Mitglieder gesucht

«Die Musik hat mir irrsinnig gut gefallen», sagte Rösli Bröhl. Die Dietikerin besucht regelmässig die ökumenischen Frauentreffen. «An den Veranstaltungen lerne ich immer etwas Interessantes und treffe viele Bekannte. Es ist auch die Gemeinschaft, die den Reiz dieser Treffen ausmacht.»


Mit dem Anlass zufrieden zeigte sich auch Frick. Sie ist am längsten bei den Initiantinnen dabei. «Mittlerweile sind es bereits 20 Jahre, die ich die Treffen mitorganisiere. Das ist eigentlich genug», sagte sie und lachte. Auch wenn sie die Anlässe gerne vorbereitet, ist sie aktiv auf der Suche nach neuen Mitgliedern. «Es wäre natürlich schön, wenn sich uns vielleicht auch mehr jüngere Frauen anschliessen würden.»