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Zuerst geführt, dann hoch verloren: Der FC Birmensdorf geht gegen Buttikon unter

Birmensdorfs Emanuel Moreira da Rocha (rechts im roten Trikot) im Zweikampf gegen Buttikons Egzon Lakna (links).

Birmensdorfs Emanuel Moreira da Rocha (rechts im roten Trikot) im Zweikampf gegen Buttikons Egzon Lakna (links).

Der FC Birmensdorf unterliegt dem FC Buttikon mit 1:7. Dabei hätte die Partie aus Limmattaler Sicht gut begonnen. Nach der Niederlage scheint der Abstieg in die 4. Liga nun aber besiegelt zu sein.

Und plötzlich kamen die Birmensdorfer zu Chancen. Fünf Minuten vor dem Ende der Partie gegen Buttikon zirkelte Ricardo Mendes Fernandes nur knapp am Tor vorbei. Nur zwei Minuten später legte der Birmensdorfer Captain auf zu Emanuel Moreira da Rocha, der in den Strafraum der Gäste vorgeprescht war, die Hereingabe aber knapp verpasste.

Doch selbst wenn die Birmensdorfer die beiden Torgelegenheiten hätten nutzen können: An der Niederlage gegen Buttikon hätte sich nichts mehr geändert. Diese war spätestens nach dem fünften Gegentor besiegelt, das eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff fiel. Buttikons Ahmed Hamed hatte es erzielt, nachdem er die gesamte Birmensdorfer Verteidigung einfach stehen liess und so freie Bahn aufs Tor hatte.

Die Art und Weise, wie Hameds Treffer fiel, war typisch für dieses Spiel und für die Verunsicherung der Limmattaler, die bisher eine sehr schwierige Saison erleben. In keinem Meisterschaftsspiel konnten sie bisher auch nur einen Punkt gewinnen. Das sollte auch an diesem heissen Sonntag gegen Buttikon nicht anders sein: Am Schluss werden die Birmensdorfer gar mit 7:1 niedergekantert.

Dabei hatte die Partie aus Limmattaler Sicht durchaus gut begonnen. Nach einer Viertelstunde erwischte Captain Mendes Fernandes Buttikons Goalie Michael Kraft mit einem Distanzschuss beinahe von der Mittellinie und brachte die Birmensdorfer mit 1:0 in Führung. Ein sehenswerter Treffer, wobei er unter gütiger Mithilfe von Kraft, der zu weit vor seinem Kasten stand, zustandegekommen war.

Die Führung hält nur kurz

Die Führung der Birmensdorfer war umjubelt, doch sie sollte nicht lange halten. Bereits vier Minuten später erzielten die Gäste den Ausgleich. Kurz darauf wurde den Gästen ein Penalty zugesprochen. Birmensdorf-Goalie Ricardo Fernandes hielt den Elfmeter erst mirakulös, doch der Strafstoss wurde wiederholt, da sich Fernandes offenbar nach vorne bewegt hatte. Den zweiten Versuch verwandelte Buttikons Destan Kurtishaj dann sicher, die wilden Proteste der Birmensdorfer nutzten nichts.

Immerhin konnten die Limmattaler den Ein-Tore-Rückstand in die Pause retten. Doch etwas mehr als zehn Minuten nach Wiederanpfiff leistete sich die Birmensdorfer Defensive einen Patzer: Buttikons Raphael Höpli eroberte an der Eckfahne einen Ball zurück und flankte diesen einfach mal in Richtung Tor. Der Ball senkte sich genau in den Winkel: Damit stand es schon 3:1 für Buttikon.

Doch es kam noch dicker für Birmensdorf. Nur zwei Minuten später kamen die Gäste zu einem Freistoss, René Mettler verwertete diesen per Kopf zum 4:1. Ein Doppelschlag, von dem sich die Limmattaler nicht mehr erholen sollten. Von nun an dominierten die Gäste klar die Partie und nutzten auch ihre weiteren Chancen. Die Birmensdorfer blieben bis auf die erwähnten Torschüsse am Schluss weitgehend harmlos.

Der Abstieg ist praktisch sicher

Damit bleiben Birmensdorf nur noch sieben Partien, um den Abstieg zu verhindern. Dazu müssten sie auf Thalwil, die letzte Mannschaft über dem Strich, mindestens elf Punkte aufholen.

Ein fast aussichtsloses Unterfangen. «Das wird sehr schwer», sagte Birmensdorf-Trainer Valerio Hélder. «Vor allem in der Situation, in der wir sind. Wir haben alles versucht, aber es hat in dieser Saison nicht gereicht.» Der Sprung in die 3. Liga sei für die A-Junioren, die ja seit dieser Saison die 3.-Liga-Mannschaft der Birmensdorfer sind, wohl zu gross gewesen: «Das ist ein Schock für die Spieler.»

Hélder will daher keinen Zweckoptimismus verbreiten und geht davon aus, dass Birmensdorf eine der beiden Mannschaften sein wird, die den Gang in die 4. Liga werden antreten müssen. «Vielleicht hat das ja auch sein Gutes», sagte er. «Dann kann man sich auf den Wiederaufstieg konzentrieren.»

Bleibt die Frage, wie die Birmensdorfer die restlichen sieben Partien angehen wollen. «Für uns ist es wichtig, dass die Spieler mit jedem Spiel etwas dazulernen», sagt Hélder. «Sie sollen sich von Spiel zu Spiel verbessern.» Nicht zuletzt sollten sie Spass am Fussball haben: «Und wir haben viel Spass zusammen, auch im Training. Ich bin sehr stolz auf die Junioren.»

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