In der Regel erhalten Firmen, welche bei einem Autoanbieter eine Fahrzeugflotte kaufen, Rabatt. In vielen Firmen ist es ausserdem üblich, dass Mitarbeitern bei der Anschaffunge eines Privatwagens ebenfalls Vergünstigungen gewährt wird. Diese müssen lediglich bei ihrem Vorgesetzten mit der entsprechenden Berechtigung ein Formular unterschreiben lassen, welches bezeugt, dass das Auto nicht nur privat, sondern auch während der Arbeit genutzt wird. Auch der Polizeibeamtenverband hat eine solche Vereinbarung abgeschlossen.

Genau diese hat jedoch innerhalb der Stadtpolizei zu Unruhen geführt. In einem internen Schreiben vom 8. Juli hat Kommandant Daniel Blumer Bedenken zum Verhalten einiger Polizisten geäussert, wie die "NZZ" berichtet. Der Verdacht auf Betrug, Urkundenfälschung und/oder Urkundenfälschung im Amt bestehe und müsse nun überprüft werden, heisst es im Schreiben weiter.

Anzeigen oder Entlassungen drohten

Grund des Schreibens sind fragwürdige Auto-Deals von Mitarbeitern der Stadtpolizei mit dem Autohändler Amag. Der Verdacht bestand, dass diese Mitarbeiter die Bestätigungen unterschrieben hatten, um einen Flottenrabatt zu erhalten, obwohl die Angaben darin nicht zutrafen. Blumer drohte mit personalrechtlichen Konsequenzen und in besonders schwerwiegenden Fällen mit einer Anzeige, sollte sich der Verdacht bestätigen.

Nun, zwei Wochen später, haben die Abklärungen, die die Polizei zusammen mit der Amag durchgeführt hatte, ein anderes Bild ergeben. "Die Amag hat klar kommuniziert, dass sie mit den gewährten Rabatten einverstanden sind", betonte Blumer gegenüber der "NZZ". Insgesamt handle es sich um vier Vorfälle, in denen ein strafrechtliches Verfahren jedoch ausgeschlossen werden könne.

Damit sind Strafanzeigen vom Tisch. Ob personalrechtliche Konsequenzen folgen, stehe allerdings noch nicht fest.