Stadtrat
Zweierticket: Grünliberale wollen Sitz von Martin Vollenwyder

Der Vorstand der GLP der Stadt Zürich schlägt Kantonsrat Daniel Hodel und Gemeinderat Samuel Dubno als Nachfolger für Finanzvorstand Martin Vollenwyder (FDP) vor. Wer definitiv ins Rennen steigt, entscheidet die Mitgliederversammlung am 18. Dezember.

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Martin Vollenwyder beantwortet Fragen der Journalisten.

Martin Vollenwyder beantwortet Fragen der Journalisten.

Keystone

Martin Vollenwyder tritt Mitte Mai 2013 zurück - ein Jahr vor Ablauf der Legislatur. Geht es nach dem Willen seiner Partei, soll Marco Camin sein Nachfolger werden. Die Stadtrats-Ersatzwahl findet am 3. März 2013 statt. Zu einem allfälligen zweiten Wahlgang käme es am 21. April.

Dem GLP Vorstand sei es wichtig, dass die Mitgliederversammlung eine Auswahl habe, sagte Co-Präsidentin Maleica Landolt der Nachrichtenagentur sda am Dienstagabend auf Anfrage. Mit Hodel und Dubno präsentiere der Vorstand zwei Persönlichkeiten mit Führungsqualitäten und politischer Erfahrung.

Der 41-jährige Daniel Hodel rückte vor gut einem Jahr in den Kantonsrat nach. Der Ingenieur ist Mitglied der Kommission für Justiz und öffentliche Sicherheit. Auf seiner Homepage gibt er Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie Energie- und Bildungspolitik als seine Kernthemen an. Hodel ist Gründer und Mitinhaber eines Technologieunternehmens.

Der 46-jährige Gemeinderat und Kaufmann Samuel Dubno sitzt seit 2010 für die GLP im Zürcher Gemeinderat. Er ist Mitglied der Rechnungsprüfungskommission. Dubo wohnt in Zürich-Wollishofen. Er arbeitet im Familienunternehmen, das in der Textilbranche tätig ist.

Die GLP erreichte 2010 einen Wähleranteil von 9,8 Prozent, die FDP 14 Prozent. Der Anspruch der GLP auf einen Stadtratssitz sei gerechtfertigt, sagte Landolt. Die Ausgangslage sei sehr gut, da die politische Mitteposition verwaist sei. Diese werde vom FDP-Kandidaten Camin sowie von der AL nicht abgedeckt.