Bezirksgericht Zürich
Zweidreiviertel Jahre Haft wegen Vorbereitung von Raubüberfall

Das Bezirksgericht Zürich hat am Mittwoch einen 51-jährigen Mann der strafbaren Vorbereitungshandlungen zu einem Raub schuldig gesprochen. Es verhängte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten.

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Zürcher Bezirksgericht (Archiv)

Zürcher Bezirksgericht (Archiv)

Keystone

Der Italiener plante zusammen mit einem der ehemaligen Fraumünsterposträuber, im Mai 2010 einen UBS-Kurier zu überfallen und bei dieser Gelegenheit mindestens 150'000 Franken zu erbeuten. Kurz vor dem Überfall bliesen sie das Unternehmen ab. Die Polizei hatte das Duo aber beobachtet und belauscht.

Der Beschuldigte hat in seinem Erwachsenenleben mindestens 40 teils bewaffnete Raubüberfälle verübt und sass in Italien jahrelang im Gefängnis. Vor Gericht wies er jegliche Schuld von sich. Er sei in die Schweiz gekommen, um eine anständige Arbeit zu suchen, beteuerte er.

Dabei sei er dann aber an den Falschen - eben den ehemaligen Fraumünsterposträuber - geraten. Dieser habe von einem Überfall geschwatzt, er selbst habe das gar nicht richtig mitbekommen. Der Verteidiger forderte denn auch einen Freispruch.

Das Gericht folgte aber weit gehend dem Staatsanwalt, der einen Schuldspruch und eine dreijährige Freiheitsstrafe beantragte. Laut Gerichtspräsident hatten in erster Linie die Abhörprotokolle der Polizei den Beschuldigten überführt. Mehrere Zeugen hätten ihn zudem belastet.

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