Migrationshintergrund
Zwei von fünf Personen im Kanton Zürich haben ausländische Wurzeln

Im Kanton Zürich haben rund 456'000 Personen oder zwei Fünftel der Bevölkerung ab 15 Jahren einen Migrationshintergrund. Bei der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen beträgt der Anteil rund 50 Prozent.

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Keystone

255'000 Ausländer gehören der ersten, 25'000 der zweiten Generation an. Hinzu kommen 176'000 Personen mit Schweizer Pass, die ebenfalls Migrationshintergrund haben. Die meisten davon, nämlich rund 160'000, seien Eingebürgerte, heisst es in der Mitteilung.

Beim Anteil der Personen mit Migrationshintergrund gibt es grosse regionale Unterschiede. Über dem kantonalen Mittel von 39 Prozent liegen das Limmattal mit 48 Prozent, die Stadt Zürich mit 47 Prozent sowie das Glatt- und Furttal 43 Prozent. Im Weinland, im Knonaueramt und im Oberland liegen die Anteile dagegen unter 30 Prozent.

Zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund gehören alle Personen - unabhängig ihrer Staatsangehörigkeit - mit im Ausland geborenen Eltern, die entweder selbst aus dem Ausland zugewandert sind (Migranten) oder in der Schweiz als Nachkommen von Migranten geboren sind (erste und zweite Generation).

Abbild der Zuwanderung bei der Bildung

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist im Schnitt etwa fünf Jahre jünger als jene ohne. Bei den 25- bis 44-Jährigen hat jede zweite Person einen Migrationshintergrund, bei den 15- bis 24- sowie bei den 45- bis 64-Jährigen etwa jede dritte. Bei den Pensionierten beträgt der Anteil ein Viertel.

Bei den Schweizerinnen und Schweizern mit Migrationshintergrund sind die Frauen in der Mehrheit. Bei der ausländischen Bevölkerung ist es umgekehrt.

Fast jede dritte Person mit Migrationshintergrund verfügt über eine höhere Berufsbildung oder einen Hochschulabschluss. Dieser Wert sei gleich hoch wie bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund, schreibt das Statistische Amt.

Der Anteil der Personen, die lediglich die Volksschule abgeschlossen haben, sei mit rund 30 Prozent aber doppelt so hoch wie bei der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund.

Dies sei ein Abbild der Zuwanderung der vergangenen Jahrzehnte, heisst es in der Mitteilung. Während in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts viele weniger gut ausgebildete Personen aus dem südlichen Europa zugewandert seien, seien es in jüngster Zeit viele Hochqualifizierte aus Nordeuropa.