Zürcher Theaterspektakel

Zwei Produktionen mit ZKB-Preisen ausgezeichnet

Das junge mexikanische Trio Lagartijas tiradas al sol

Das junge mexikanische Trio Lagartijas tiradas al sol

Zwei am Zürcher Theaterspektakel gezeigte Produktionen sind am Samstag mit Preisen der Zürcher Kantonalbank (ZKB) ausgezeichnet worden: «El Rumor del Incendio» aus Mexiko und «Lessons in Revolting» aus Ägypten, wie die ZKB mitteilte.

Der mit 30'000 Franken dotierte Förderpreis ging an das junge mexikanische Trio Lagartijas tiradas al sol für ihre Produktion «El Rumor del Incendio». Den mit 5000 Franken dotierten Anerkennungspreis erhielten die beiden ägyptischen Künstler Aly Sobhy und Omar Mostafa für ihren Beitrag zur Produktion «Lessons in Revolting» des Kollektivs um Laila Soliman & Ruud Gielens.

In der mexikanischen Produktion geht es um die Suche nach einem verschütteten Teil der Geschichte Mexikos, wie es in der Mitteilung heisst. Das in Zürich gezeigte Stück sei nur ein Teil eines gross angelegten Rechercheprojekts.

«Mutig und sehr persönlich»

Die Auseinandersetzung der Künstler mit der mexikanischen Guerilla-Bewegung der sechziger und siebziger Jahre lobte die Jury als «mutig und sehr persönlich». Zugleich sei die szenische Umsetzung «von erfrischender spielerischer Leichtigkeit geprägt».

Die beiden Preisträger aus Ägypten hatten laut Mitteilung keine Reisebewilligung nach Zürich erhalten, weil sie den Militärdienst verweigert hätten. Dies sei mit ein Grund, ihre Arbeit mit dem Anerkennungspreis zu würdigen.

Monolog von textlicher Qualität

Insbesondere der Monolog von Aly Sobhy - eine fiktive Rede an das Militär -, der in Zürich von einem Schauspielkollegen übernommen wurde, sei in seiner textlichen Qualität herausgestochen. Es sei sehr bedauerlich, dass die Stimmen der Künstler in der couragierten und engagierten Arbeit des Kollektivs nur indirekt zu hören gewesen seien.

Überreicht wurden die Preise von der Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch und Jànos Blum, Mitglied des Bankpräsidiums der ZKB. Neben dem Preisgeld erhielten die Preisträger eine Bronze-Skulptur des Zürcher Künstlers Max Grüter.

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