Zürich
Zwei Buchen im Rieterpark müssen mit einem Helikopter gefällt werden

Die Buchen der markanten Baumgruppe haben ihren Zenit erreicht. Ihre Stabilität ist erheblich beeinträchtig. Sie müssen deshalb gefällt werden. Bei gutem Flugwetter findet die Fällung mit einem Super Puma am kommenden Dienstag statt.

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Helikopter mit Baumkrone im Schlepptau. (Archiv)

Helikopter mit Baumkrone im Schlepptau. (Archiv)

Die Aussichtskanzel mit ihrer markanten Baumgruppe stammt aus den 1860er-Jahren, als der Rieterpark auf seine heutige Grösse erweitert wurde. Mittlerweile haben die Bäume ihren Zenit erreicht. Ihr Holzkörper ist durch verschiedene Pilzerkrankungen geschwächt, was ihre Stabilität erheblich beeinträchtigt. Aufgrund der nachlassenden Vitalität und der damit verbundenen schlechten Versorgung mit Wasser und Nährstoffen steigt die Gefahr von Astabbrüchen. Dies teilt Grün Stadt Zürich mit.

Um die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher des Rieterparks nicht zu gefährden, müssen zwei der drei Bäume gefällt werden. Die Blutbuche auf der nördlichen, linken Seite des Aussichtspunkts ist weniger geschädigt. Sie scheint sich gut zu erholen und könne deshalb stehengelassen werden. Die beiden anderen Bäume werden am kommenden Dienstag gefällt. Die Holzereiarbeiten beginnen um 9 Uhr und sollten bis 12 Uhr abgeschlossen sein.

Die Buchen wiegen beide je über 10 Tonnen. Weil der Rieterpark als Gartendenkmal nicht mit schwerem Gerät befahren werden kann, müssen die Bäume in mehreren Schritten stehend gekürzt und die Teilstücke mit einem Helikopter ausgeflogen werden. Die Kronenteile und Stämme werden auf der Landiwiese abgelegt und später zu Holzschnitzeln weiterverarbeitet. Während der Überflüge sind die Seestrasse, das Mythenquai sowie die Wege im Belvoirpark kurzzeitig abgesperrt.

Die beiden Buchen werden im Frühjahr durch zwei Bäume gleicher Art ersetzt. Zur Erinnerung an die mächtigen Exemplare plant Grün Stadt Zürich, eine Scheibe des Baumstamms bei der Aussichtskanzel aufzustellen, sofern das Holz nicht bereits zu stark durch Pilze abgebaut ist.