Der Zürcher Verkehrsverbund hat sich zwar mit der Frage beschäftigt, ob in Bussen Billettautomaten installiert werden sollten. Auf einen entsprechenden Versuch hat er aber verzichtet, wie aus einer Antwort des Regierungsrates auf eine Anfrage zweier Kantonsräte hervorgeht.

In den Bussen installierte Automaten hätten die Chauffeure zahlreicher Linien entlasten sollen, auf denen Fahrgäste direkt im Bus ihr Ticket lösen können. Aus Kostengründen kann der ZVV nicht alle seiner 2500 Haltestellen mit Billettautomaten ausrüsten.

In der Regel reicht die Zeit

Allerdings reiche die Zeit für den Ticketverkauf durch die Chauffeure in der Regel aus, um den Fahrplane einzuhalten. Nur bei widrigen Wetterverhältnissen oder grossem Verkehrsaufkommen könne es knapp werden. In solchen Fällen würden Automaten im Bus durchaus «zu einer Entspannung beim Einhalten der Fahrpläne und der Anschlüsse führen», wie der Regierungsrat es formuliert.

Doch die Lösung wäre erstens teurer und zweitens beansprucht ein solches Gerät zusätzlichen Platz, wodurch etwa zwei Stehplätze wegfallen würden. Zudem befürchtet der Regierungsrat, dass Automaten Kinderwagen und Rollstühlen im Weg stehen könnten. Und ist ein Bus erstmal gerangelt voll, würden es zusteigende Passagiere sowieso nicht bis zum Billettautomaten schaffen.

Letztlich fürchtet man auch um die Sicherheit der Ticket lösenden Passagiere: Sie müssten während der Fahrt in ihren Portemonnaies kramen und könnten sich dabei nirgendwo festhalten. Das könne zu gefährlichen Situationen führen. Aus all diesen Gründen sieht der ZVV laut Regierung keinen Sinn dahinter, Automat in Bussen zu installieren.