Zürich
ZVV schafft Papierfahrpläne ab: so kann rund eine Million Franken gespart werden

Mit dem Fahrplanwechsel ab Mitte Dezember verschwinden die Papierfahrpläne des Zürcher Verkehrsverbundes. Auch Stadtbus Winterthur zieht mit - wenn auch unfreiwillig.

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Mit dem Verzicht auf den Papierfahrplan spare der ZVV rund eine Million Franken an Druck- und Vertriebskosten.

Mit dem Verzicht auf den Papierfahrplan spare der ZVV rund eine Million Franken an Druck- und Vertriebskosten.

Keystone

Ab dem Fahrplanwechsel vom 15. Dezember verschwinden die handlichen Taschenfahrpläne des Zürcher Verkehrsverbundes. Eine überwiegende Mehrheit der Fahrgäste nutze mittlerweile Onlinefahrpläne oder Fahrplan-Apps, heisst es in einer Mitteilung, die der ZVV an die Gemeinden und betroffene Organisationen vorab schickte.

Wer mit den neuen Medien nicht genügend vertraut ist, kann beim ZVV-Kundendienst aber seinen persönlichen Fahrplan zusammenstellen. Der Auszug wird ihm dann kostenlos zugeschickt.

Mit dem Verzicht auf den Papierfahrplan spare der ZVV rund eine Million Franken an Druck- und Vertriebskosten, berichteten die «Zürcher Regionalzeitungen» am Dienstag.

«Immer weniger genutzt»

Auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA beziffert ein ZVV-Sprecher die Auflage der rund 40 verschiedenen Fahrpläne auf zwischen ein paar Tausend bis ein paar Zehntausend.

Der Antrag, so der Sprecher, sei von den zuständigen Verkehrsunternehmen im ZVV gekommen. «Es wurden immer weniger Fahrpläne genutzt und man wollte keine Pläne mehr einstampfen. Daher gab es ein verbundweites, koordiniertes Vorgehen.»

Stadtbus Winterthur wollte weiterdrucken

Zumindest die Stadt Winterthur wollte eigentlich weiterhin Busfahrpläne drucken. Mit dem Entscheid des ZVV sei man aber gezwungen, die gedruckte Ausgabe ebenfalls einzustellen, hiess es bei Stadtbus auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Man könne sich den Fahrplan aber ausdrucken lassen, im ZVV-Kundendienst am Bahnhof. Bis vor wenigen Jahren wurden die gedruckten Busfahrpläne jeweils noch in alle Haushalte verteilt. Während der städtischen Finanzkrise wurde dieser Service aber bereits eingestellt.