Zugsbegleitung
ZVV ist zufrieden mit neuem S-Bahn-Sicherheitskonzept

Der Aufbau des neuen Sicherheitsdienstes bei den Nacht-S-Bahnen auf dem Gebiet des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) geht schneller voran als erwartet. Bis Ende Jahr werde bereits 90 Prozent des Personals im Einsatz stehen, teilte der ZVV mit.

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Ein Mitarbeiter der Bahnpolizei während einer Kontrolle (Symbolbild, Archiv)

Ein Mitarbeiter der Bahnpolizei während einer Kontrolle (Symbolbild, Archiv)

Keystone

Seit dem 12. Dezember des vergangenen Jahres werden Nacht-S-Züge von Mitarbeitenden der Transportpolizei der SBB begleitet. Der neue Sicherheitsdienst übernimmt weitgehend die Aufgaben der bisherigen Zugchefs. Von den 220 betroffenen Zugchefs haben laut ZVV 202 bereits eine neue Stelle gefunden,

Die Sicherheitslage sei mit der neuen Sicherheitsorganisation in den ersten Monaten stabil geblieben. Alle Nacht-S-Züge werden von mindestens zwei Sicherheitsleuten begleitet. Zusätzlich finden in jeder Nacht mit Nachtnetzbetrieb Ticketkontrollen statt, die mit mehreren Sicherheitsleuten durchgeführt werden.

In ausgewählten Nächten würden zudem Zugangskontrollen auf die Perrons durchgeführt, hält der ZVV weiter fest. Diese Massnahmen zeitigten erste Erfolge: Nach den rückläufigen Verkäufen im Jahre 2010 sei der Verkauf von Nachtzuschlägen im ersten Halbjahr 2011 wieder angestiegen.

Laut ZVV überzeugt die neue Sicherheitsorganisation durch eine höhere Einsatzflexibilität. Das habe sich im Sommer an den zahlreichen Event-Wochenenden bewährt. Stark verbessert worden sei die Zusammenarbeit zwischen der Sicherheitsorganisation und der Kantonspolizei.

Ob die neuen Sicherheitsleute in den S-Bahn-Zügen auch bei den Fahrgästen ein positives Sicherheitsgefühl vermitteln, will der ZVV bei der nächsten Kundenbefragung ermitteln. Die Resultate werden Ende 2012 erwartet.