Zürich
ZVV-Billette werden vorerst nicht teurer

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) verzichtet beim nächsten Fahrplanwechsel auf Tariferhöhungen. Auch zukünftig will er die Ticketpreise "zurückhaltender" anpassen, wie Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) am Freitag vor den Medien sagte.

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S-Bahn

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Limmattaler Zeitung

Die Nutzer des öffentlichen Verkehrs sind preissensibel: Steigen die Ticketpreise, prüfen sie Alternativen. So würden Reisende etwa von Mehrfahrtenkarten auf Abos umsteigen, sagte Walker Späh. Damit verbleibe am Ende - entgegen der Absicht der Tariferhöhung - weniger Geld beim ZVV, da bei Abonnementen der Bund mehr Geld erhalte.

Im Strategiebericht 2020-2023, der heute publiziert wurde, wird zudem darauf hingewiesen, dass die Kundenzufriedenheit bezüglich Preis-Leistungsverhältnis gesunken ist. Dies sei auf die "klar über der Teuerung liegenden Preisentwicklung" bei den ZVV-Tickets zurückzuführen.

Das sei eine gefährliche Entwicklung. Der öffentliche Verkehr dürfe den Rückhalt in der Bevölkerung nicht verlieren, sagte Walker Späh weiter. Deshalb sollen Preiserhöhungen zurückhaltender erfolgen und in der Regel nur dann, wenn auch das Angebot erweitert wird.

Wie der ZVV am Freitag zudem ankündigte, will auch er seine App mit einer Check-in-/Check-out-Funktion ergänzen: Kunden sollen sich voraussichtlich ab 2018 über ihr Smartphone beim Ein- und Aussteigen aus einem öffentlichen Verkehrsmittel an- und abmelden können. In der Folge wird ihnen das günstigste Ticket verrechnet.

Der ZVV setzt dabei auf die Lezzgo-Lösung, welche ursprünglich von der BLS entwickelt wurde.