Volksinitiative
«Zürisee für alli» formell zustandegekommen

Die Zürcher Stimmberechtigten werden über den Bau eines durchgehenden Zürichsee-Weg abstimmen können. Die Volksinitiative «Zürisee für alli» ist formell zustande gekommen.

Merken
Drucken
Teilen
Zürcher sollen über Zürichseeweg abstimmen können.

Zürcher sollen über Zürichseeweg abstimmen können.

Keystone

Die Zürcher Justizdirektion hat 6300 der 6700 eingereichten Unterschriften als gültig anerkannt. Das sind 300 mehr als das für das Zustandekommen nötige Minimum. Dies teilte der Verein «Ja zum Seeuferweg» am Mittwoch mit.

Der Verein, der in erster Linie von der SP unterstützt wird, fordert, innerhalb von zehn Jahren einen durchgängigen Seeufer- Fussweg rund um den Zürichsee zu bauen. Geht es nach den Initianten, soll der Weg nach den gleichen Bestimmungen finanziert werden wie die Staatsstrassen.

Nur in Ausnahmefällen dürfte der Weg vom Seeufer zurückversetzt oder mit Hilfe von Stegen realisiert werden - etwa aus Gründen des Landschafts- oder Tierschutzes.

Alt-Regierungsrat kämpft gegen Uferweg
Der Zürichsee sei der einzige See im Kanton Zürich, der keinen durchgehenden Fussweg im Uferbereich habe, argumentieren die Initianten. Und dies, obwohl die Zugänglichkeit der Seeufer im eidgenössischen Raumplanungsgesetz verlangt werde.

Dasselbe Anliegen verfolgt auch die EVP mit ihrer Initiative «Uferwege für alle». Allerdings will diese eine möglichst einvernehmliche Lösung mit den Grundeigentümern finden.

Gegen beide Vorhaben kämpft der Verein «Fair - für eine Aufwertung des Zürichseeufers im Recht». Dieser will verhindern, dass private Landbesitzer am Zürichsee enteignet werden. Präsidiert wird der Verein vom Zürcher Alt-Regierungsrat Ruedi Jeker (FDP).