Zürichsee
«Zürichsee 2050» steht für langfristige Gestaltung und Nutzung der Seeuferbereiche

Der Zürichsee und seine Ufer sind vielfältigen und intensiven Nutzungen ausgesetzt. Mit dem Leitbild «Zürichsee 2050» will der Kanton Zürich einen «Wegweiser» für die künftige Entwicklung schaffen.

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Limmattaler Zeitung

Begehrte Wohnlage, Erholungsgebiet, Trinkwasserspeicher und Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere: Der Zürichseeraum ist von grosser landschaftlicher, wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung für den Kanton. Weil das Gebiet unterschiedlichen Schutz- und Nutzungsansprüchen ausgesetzt ist, sind Konflikte allerdings unvermeidlich.

Ein gemeinsames und ganzheitliches Konzept hat bisher jedoch gefehlt, wie es in einer gemeinsamen Mitteilung von Bau- und Volkswirtschaftsdirektion heisst. Die beiden Direktionen haben deshalb gemeinsam mit den Planungsregionen und den Seegemeinden das Leitbild «Zürichsee 2050» erarbeitet.

Stärken bewahren

Es soll dazu beitragen, «die bestehenden Stärken des Zürichseeraums für die Zukunft zu bewahren und aufeinander abgestimmt weiterzuentwickeln». Von zentraler Bedeutung ist dabei die «langfristige Gestaltung, Nutzung und Zugänglichkeit der Seeuferbereiche», wie es in der Mitteilung heisst.

Im Leitbild ist festgehalten, in welchen Gebieten mittel- bis langfristig Erholungsräume für die Bevölkerung und Naturräume für Tiere und Pflanzen aufgewertet und geschaffen werden können. Auch Ideen der Gemeinden zur langfristigen Uferentwicklung sind im Leitbild dokumentiert.

Konkret formuliert das Leitbild in fünf Leitsätzen, welche Ziele bis 2050 verfolgt werden. Unter anderem sollen «bedeutende Teile» des Seeufers öffentlich zugänglich sein. Auch soll es mehr «naturnahe Uferlebensräume» geben.

Das Leitbild «Zürichsee 2050» sei kein formelles neues Planungsinstrument, heisst es weiter. Vielmehr diene es als Grundlage für die kantonalen, regionalen und kommunalen Richtpläne sowie für Bewilligungen und Konzepte. Die Umsetzung werde durch einen Steuerungsausschuss und durch ein operatives Kernteam vorangetrieben, in dem die Regionen und der Kanton vertreten sind.

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