Zürich
Zürich will im Steuerwettbewerb mithalten: Ja zum Steuergesetz?

Wenn die kantonale Abstimmungsvorlage vom 17. Juni zum Nachvollzug des Unternehmenssteuerreformgesetz II des Bundes angenommen werde, könne der Kanton Zürich im Steuerwettbewerb einige Punkte gutmachen, findet ein Komitee «Ja zum Steuergesetz».

Merken
Drucken
Teilen
Stimmzettel

Stimmzettel

Das Komitee, dem Kantonsratsmitglieder von BDP, CVP, FDP, GLP und SVP angehören, wirbt mit dem Slogan «Geht es den Unternehmen gut, geht es allen gut».

Heute sei die Steuerbelastung der Unternehmen in Zürich höher als in den meisten anderen Kantonen, sagte Franco Albanese (CVP) am Montag vor den Medien. Steuern bildeten einen «absolut zentralen Standortfaktor». Vier umliegende Kantone hätten bereits die Möglichkeit geschaffen, die Kapital- an die Gewinnsteuer anzurechnen. Dies sei ein gewichtiger Steuervorteil gegenüber Zürich.

Mit einem Ja könne der Kanton Zürich einen «Beitrag zu einer gesunden Unternehmenslandschaft» leisten, sagte Beat Walti (FDP). Mit der Steuerreform bekenne sich der Kanton Zürich zu den KMU, fügte Judith Bellaiche (GLP) an.

Laut Marcel Lenggenhager (BDP) können Arbeitsplätze dann gesichert werden, wenn es für Unternehmen Anreize zur Verlagerung von der Fremd- zur Eigenkapitalfinanzierung gibt. Es könnten nach den Worten von Martin Arnold (SVP) für den Kanton - auch in Krisenzeiten - Mindesteinnahmen in der Höhe der Kapitalsteuer gesichert werden. Das steuerbare Kapital sei nämlich wesentlich geringeren Schwankungen unterworfen als der Gewinn.