Arbeitsmarkt
Zürich will ausgesteuerte Arbeitslose besser betreuen

Arbeitslose, die keinen Anspruch mehr haben auf Leistungen der Arbeitslosenhilfe, sind oft auf sich allein gestellt. Das soll sich in Zürich ändern. Mit dem Projekt «Coaching für Ausgesteuerte» stellt die Stadt einen Beratungsdienst zur Verfügung.

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Zürich will Ausgesteuerte besser betreuen.

Zürich will Ausgesteuerte besser betreuen.

Keystone

Das auf zwei Jahre befristete Pilotprojekt bietet Ausgesteuerten eine "massgeschneiderte Beratung" an, um sie in der Stärkung ihrer Fähigkeiten und bei der Arbeitssuche zu unterstützen, wie das Sozialdepartement der Stadt Zürich und das AWA am Dienstag mitteilten. Realisiert wird das Projekt zusammen mit dem kantonalen Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA).

Die kostenlose Dienstleistung wird im Sozialzentrum Selnau und in den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) Staffelstrasse und Badenerstrasse angeboten. Die Coaches beraten und begleiten Langzeitarbeitslose in finanziellen und gesundheitlichen Angelegenheiten.

Die Betreuer des Sozialzentrums sind einen halben Tag pro Woche in den RAV präsent, wo sie zusammen mit den RAV-Personalberatern den Bedarf für Weiterbildung und Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt festlegen. Für die Arbeitssuche und die Vermittlung an eine neue Stelle sind die RAV-Personalberater und -beraterinnen zuständig.
Lücke zwischen ALV und Sozialhilfe schliessen

Das Projekt "Coaching für Ausgesteuerte" soll eine Lücke zwischen Arbeitslosenversicherung und Sozialhilfe schliessen. Diese Lücke wirke sich häufig negativ auf die betroffenen Menschen aus, heisst es in der Mitteilung.

Oft verschärften sich in der Zeit ohne Betreuung persönliche Probleme und beeinträchtigten die Integrationschancen. Durch eine engere Zusammenarbeit zwischen den RAV und den Sozialzentren der Stadt soll dieses Problem etwas entschärft werden.