Zürich
Zürich: Stadtrat will mehr genossenschaftliche Wohnungen

Der Zürcher Stadtrat will die Wohnungsnot in der Stadt mit verschiedenen Massnahmen bekämpfen: Im Vordergrund stehen die Förderung des genossenschaftlichen und gemeinnützigen Wohnungsbaues.

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten haben sich am letzten Wochenende mit 75,9 Prozent Ja für eine stärkere Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus ausgesprochen. An einer Medienkonferenz skizzierte der Stadtrat am Dienstag, wie er diesen Volksauftrag umsetzen will.

Stadt verkauft Land

Die Stadt Zürich verkauft in Zürich-Schwamendingen Wohnbauland an die Genossenschaft WOGENO. Damit könne die WOGENO für die Überbauung «im Bockler» einen zusätzlichen Neubau mit 13 2,5- und 3,5-Wohnungen bauen, teilte die Stadt Zürich am Mittwoch mit.

Der Stadtrat genehmigte einen entsprechenden Kaufvertrag. Der Landpreis für die 408 Quadratmeter an der Bocklerstrasse beträgt 384'690 Franken. Die Baubewilligung ist rechtskräftig, der Baustart erfolgt in den nächsten Tagen.

Anvisieren will der Stadtrat vier Stossrichtungen. So will er sich aktiv für mehr nicht-gewinnorientierten, genossenschaftlichen und kommunalen Wohnungsbau einsetzen. Die wohnpolitischen Massnahmen sollen überdies stärker auf spezifische Zielgruppen ausgerichtet werden.

Damit auch untere Einkommensschichten auf dem Wohnungsmarkt eine Chance haben, soll die Vergabe von Baurechten an bestimmte Bedingungen geknüpft werden: Neben Belegungsbedingungen sieht der Stadtrat auch Richtlinien bezüglich Einkommens- und Vermögenssituation der Mietenden vor. Weiter will der Stadtrat Kapital für eine Stiftung für kostengünstige Wohnungen bereitstellen.

Um den Wohnungsbestand zu erhöhen, will der Stadtrat die eigenen grossen Wohnbauvorhaben vorantreiben. Dazu gehören etwa die geplanten Projekte an der Rautistrasse, Kronenwiese, Hornbach und auf dem Heinekenareal. (sda)