Architekturwettbewerb
Zürich: Mit «Maoam» entsteht neue Sport- und Freizeitanlage Heuried

Der Projektwettbewerb für die neue Sport- und Freizeitanlage Heuried in Zürich-Wiedikon ist entschieden. Das Architektenteam von EM2N Mathias Müller Daniel Niggli Architekten AG, Zürich hat sich mit seinem Vorschlag «Maoam» durchgesetzt.

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Neben der Erstellung eines kompakten Neubaus sieht die Modernisierung der Sportanlage Heuried auch die Instandsetzung der Eisbahn und des Schwimmbeckens vor.

Neben der Erstellung eines kompakten Neubaus sieht die Modernisierung der Sportanlage Heuried auch die Instandsetzung der Eisbahn und des Schwimmbeckens vor.

Zur Verfügung gestellt

Unter dem selben Dach werden ein Freibadbetrieb und der Eissport vereint. Damit entstehe ein neuer Quartierschwerpunkt, der ein gesamtstädtisches Bedürfnis decke, heisst es in der Mitteilung des Hochbaudepartements der Stadt Zürich vom Donnerstag.

Das Projekt «Maoam» funktioniere für den Eissport- und Badebetrieb gleichermassen gut und biete den Eissportlerinnen und Eisportlern eine zeitgemässe und ansprechende Infrastruktur, wird die Wahl des Siegerprojekts begründet. Unter buchstäblich einem Dach würden Winter- und Sommernutzung optimal vereint.

Das Hochbaudepartement lobt zudem die Einhaltung des Kostenrahmens von rund 70 Millionen Franken sowie das «ausgereifte Energie- und Materialisierungskonzept». Das siegreiche Architektenteam hat nun den Auftrag, sein Projekt weiterzubearbeiten. Zur Teilnahme am Projektwettbewerb eingeladen worden waren 12 Teams.

Anlage aus den 1960er Jahren wird abgerissen

Bereits vor über zehn Jahren war der dringende Bedarf an einer Erneuerung und Erweiterung der Sportanlage Heuried festgestellt worden. Es war jedoch eine detaillierte Schutzabklärung zur architekturhistorisch wertvollen Freizeitanlage aus den 1960er Jahren nötig.

Ende 2001 beschloss der Stadtrat, das zur Parzelle gehörende Gemeinschaftszentrum Heuried im Inventar schützenswerter Bauten zu belassen, den Bereich des Sportzentrums jedoch zum Abbruch freizugeben.

Die Anlage ist in einem sehr schlechten Zustand. Teilweise löst sich der Beton von den Wänden und Decken, ausserdem sind Gebäude- und Betriebstechnik veraltet. Für die Quartierbewohner bedeutet der Neubau jedoch, dass zwei Saisons lang Eislaufen und Baden «im Heuried» nicht möglich sind.

Das Volk wird gemäss Stadtrat im Herbst 2014 über das Bauprojekt abstimmen können. Der Beginn der Bauarbeiten ist im Frühling 2015 geplant, so dass das neu gestaltete Freibad für die Badesaison 2017 zur Verfügung stehen soll. Die Eissportler werden sich bis im September 2017 gedulden müssen.