Tourismus
Zürich löst Graubünden als Top-Feriendestination ab

Graubünden, die einstige «Ferienecke» der Schweiz, sieht sich immer mehr in Bedrängnis: Im ersten Halbjahr hat die Region Zürich Graubünden als meistbesuchte Ferienregion abgelöst, wie die SonntagsZeitung schreibt.

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Nach Zürich strömen sie, im Graubünden fehlen sie: internationale Touristen.

Nach Zürich strömen sie, im Graubünden fehlen sie: internationale Touristen.

Keystone

Graubünden, die einstige «Ferienecke» der Schweiz, sieht sich immer mehr in Bedrängnis: Im ersten Halbjahr hat die Region Zürich Graubünden als meistbesuchte Ferienregion abgelöst, wie die SonntagsZeitung schreibt.

Gemäss der Beherbergungsstatistik für das erste Halbjahr kam Graubünden noch auf 2,5 Millionen Logiernächte, Zürich hingegen auf 2,6 Millionen Übernachtungen. «Über diesen Rückgang können wir natürlich nicht frohlocken», sagt Ernst Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden.

Hauptgrund sei der starke Franken. «Wegen der direkten Konkurrenz durch die benachbarten Regionen Südtirol, Tirol und Vorarlberg spüren wir diesen von allen Regionen wohl am stärksten.» Im Tourismus findet seit längerem eine Gewichtsverschiebung zugunsten der Städte und zulasten der alpinen Regionen statt. «Es gibt eine extreme Schere zwischen den Berggebieten und den Städten», bestätigt Daniela Bär von Schweiz Tourismus.