Formel E
Zürich - die einzige Hoffnung für Schweizer Formel-E-Wettkampf

In Lugano sollte der erste "Swiss ePrix" der Formel-E auf Schweizer Boden ausgetragen werden. Doch zum Wettkampf der elektrischen Rennboliden wird es 2016 im Tessin nicht kommen. Lugano will nun aber Zürich für eine Kandidatur 2017 unterstützen.

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Formel-E-Wettkampf in Peking.

Formel-E-Wettkampf in Peking.

Keystone

Eine Rennstrecke in direkter Innenstadtnähe, das kennt man bei der Formel 1 nur von Monte Carlo. Beim ersten "Swiss ePrix" sollte genau dies Realität werden. Nun wird der elektrische Renn-Zirkus allerdings 2016 nicht in Lugano Halt machen.

"Wir haben für 2016 alle Voraussetzungen erfüllt", sagte Luganos Stadtpräsident Marco Borradori (Lega) am Dienstag vor Medienvertretern. Allerdings habe der wichtigste Geldgeber aufgrund der "schwierigen politischen Lage in der Stadt" nicht seine volle Unterstützung geben wollen, so der Sindaco.

Linke ziehen dem Formel-E-Projekt den Stecker

Aus linken Kreisen der Stadt hagelte es in den vergangenen Wochen Kritik für das Formel-E-Projekt: Der Zeitplan sei zu knapp und die Innenstadt für den geplanten Parcours nicht geeignet, hiess es.

Von den Erfahrungen aus der Bewerbungsphase für den "Swiss ePrix" soll nun Zürich profitieren. "Wir wollen unsere Kräfte in einer Arbeitsgruppe bündeln", sagte Borradori an der Medienkonferenz.

Zürich ist die einzige Schweizer Metropole, die eine Kandidatur für die Austragung eines Formel-E-Wettkampfs 2017 eingereicht hat. Lugano ist nach der verpassten Kandidatur 2016 vorerst aus dem Rennen.

Tessin soll durch Arbeitsgruppe eingebunden werden

Die Zürcher Kantonsregierung unterstütze ebenfalls die Bewerbung, sagte Roger Tognella, FDP-Fraktions-Präsident im Zürcher Gemeinderat, am Dienstag in Lugano. Tognella war in der Limmat-Stadt bereits als Vereinsgründer von "E-Mobil Züri" in Erscheinung getreten.

Die neue Arbeitsgruppe zwischen dem Tessin und Zürich soll bereits Ende dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Das Präsidium könne möglicherweise im Tessin angesiedelt sein, sagte Stephan Oehen, Sprecher von "E-Mobil Züri", am Dienstag in Lugano.

Im Rahmen der Zusammenarbeit sei auch ein Technologietransfer zwischen den beiden Regionen möglich. Sowohl die Stadt Lugano als auch die Vertreter von "E-Mobil Züri" sehen im "Swiss ePrix" ausserdem eine Chance, die Zusammenarbeit zwischen der ETH Zürich, der EPFL Lausanne und der Tessiner Fachhochschule SUPSI auszubauen.