Krawalle
Zürich: Ausschreitungen in der Zürcher City

In der Nacht auf Sonntag, 18. September 2011, kam es in der Zürcher Innenstadt zu gewalttätigen Ausschreitungen. Die Polizei musste Gummischrot und Reizstoff einsetzen und nahm rund 80 Personen fest. Es entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe.

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Kurz nach 23.00 Uhr wollten sich zahlreiche, meist junge Personen am Central versammeln, offenbar um eine illegale Party zu feiern. Die Stadtpolizei Zürich, unterstützt von der Kantonspolizei Zürich und der SBB-Transportpolizei, war mit einem entsprechenden Aufgebot vor Ort und konnte eine grössere Versammlung so verhindern. Als mehrere Personen dennoch einen kleinen Demozug bildeten und in das Limmatquai einbogen, griff die Polizei ein, stoppte die Gruppe, unterzog die rund 80 Personen einer Kontrolle und sprach formelle Wegweisungen aus.

Minderjährige Teilnehmer wurden auf Polizeiwachen gebracht und mussten dort von den Eltern abgeholt werden. Andere kleinere Gruppen griffen danach immer wieder die Einsatzkräfte an. Einzelne unbekannte Täter gefährdeten dabei nicht nur die Polizisten, sondern auch andere Personen indem sie grosse Steine von der Strasse Auf der Mauer hinunter auf das Central warfen. Mehrmals musste die Polizei darauf rund um den Hauptbahnhof eingreifen, Wasserwerfer, Gummischrot und Reizstoff einsetzen und Personen festnehmen, weil sich die Krawallanten zu Gruppen zusammenrotteten und Sachbeschädigungen begingen.

Sie zerstörten Schaufensterscheiben, beschädigten Autos und zündeten vereinzelt Abfallcontainer an. Eine grössere Gruppe von Chaoten wurde bei der Walchebrücke festgenommen, nachdem diese am Bahnhofquai mehrere Sachbeschädigungen begangen hatten. Trotz des konsequenten Einschreitens der Stadtpolizei und zahlreichen Verhaftungen dauerten die Scharmützel rund um den Bahnhof bis kurz nach 02.00 Uhr an. Danach beruhigte sich die Lage allmählich.

Neben den 80 kontrollierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern verhaftete die Polizei weitere rund 80 Personen. Der grösste Teil der Festgenommenen wird wegen Delikten wie Landfriedensbruch und Sachbeschädigung zur Anzeige gebracht.