Mietgericht
Zürcher Wohnung missbräuchlich über Airbnb untervermietet

Weil er für die Untervermietung seiner Wohnung über die Buchungsplattform Airbnb sämtliche Regeln missachtet hat, ist ein Mieter nun vom Zürcher Mietgericht verurteilt worden.

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Der, vom Zürcher Mietgericht verurteilte Mieter, hatte seinen Vermieter nicht von seinen Airbnb Aktivitäten informiert. (Symbolbild)

Der, vom Zürcher Mietgericht verurteilte Mieter, hatte seinen Vermieter nicht von seinen Airbnb Aktivitäten informiert. (Symbolbild)

Keystone

Wie das Bezirksgericht am Donnerstag mitteilte, verpflichtete das Mietgericht den Mieter dazu, seinen "Gewinn aus der missbräuchlichen Untervermietung" dem Vermieter abzuliefern. Zudem verbot es ihm, seine Wohnung künftig über Buchungsplattformen unterzuvermieten.

Wer seine Wohnung über Airbnb oder eine andere Buchungsplattform weitervermieten möchte, muss dafür Grünes Licht von seinem Vermieters bekommen. Dieser kann die Zustimmung verweigern, wenn der Mieter ihm die Bedingungen des Untermietvertrags nicht offenlegt, wenn diese Bedingungen missbräuchlich sind, oder wenn dem Vermieter aus der Untervermietung wesentliche Nachteile entstehen.

Es handle sich hierbei um das erste Urteil in dieser Frage - vermutlich das Erste schweizweit.

Hielt das Mietgericht Zürich in einem Entscheid fest.

Im konkreten Fall hatte der Mieter dem Vermieter nicht gemeldet, dass er die Wohnung untervermiete. Dem Vermieter entstanden zudem laut Mietgericht wesentliche Nachteile, weil sich die anderen Mieter im Haus von den Gästen gestört fühlten. Dies hätte allenfalls zu Ansprüchen an den Vermieter führen können, heisst es in der Mitteilung.

Überdies mussten die Gäste einen "missbräuchlich hohen Untermietzins" für die Wohnung zahlen. Der Mieter habe über die Untermiet-Konditionen im Gerichtsverfahren falsche Angaben gemacht. Aufgrund seines Verhaltens gebe es keine Gewähr für künftiges korrektes Verhalten, hält das Mietgericht fest.