Raumplanung
Zürcher Unterland: Drei Gemeinden planen über ihre Grenzen hinaus

Der Kanton hat im Zürcher Unterland ein Pilotprojekt lanciert: Die drei Gemeinden Niederglatt, Oberglatt und Niederhasli treiben ihre Entwicklung nicht mehr isoliert voran, sondern arbeiten nun eine gemeinsame Strategie aus.

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Niederglatt, Oberglatt und Niederhasli arbeiten an einer gemeinsamen Strategie.

Niederglatt, Oberglatt und Niederhasli arbeiten an einer gemeinsamen Strategie.

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Die drei Unterländer Gemeinden bilden heute einen zusammenhängenden Siedlungsraum in der Flughafenregion. Sie sind in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich gewachsen und haben inzwischen insgesamt über 19'000 Einwohner.

Das Wachstum dürfte in den kommenden Jahren weiterhin anhalten. Um diese Zunahme zu bewältigen und die vorhandenen Potenziale besser zu nutzen, hat die Zürcher Baudirektion in Zusammenarbeit mit der Volkswirtschaftsdirektion, der Planungsgruppe Zürcher Unterland und den drei Gemeinden eine gemeinsame räumliche Entwicklungsstrategie erarbeitet.

In der Raumentwicklung sei die Zusammenarbeit von Nachbargemeinden wichtig, heisst es in einer Mitteilung der Baudirektion vom Dienstag. "Denn raumplanerische Herausforderungen machen nicht an Gemeindegrenzen Halt."

Die gemeinsame Strategie von Niederglatt, Oberglatt und Niederhasli zeige auf, wie sich die drei Gemeinden "zu einem urbaneren Raum" entwickeln sollen.

Die grössten Veränderungen sollen demnach die Gebiete um die drei Bahnhöfe erfahren. Weiter soll ausgelotet werden, ob eine teilweise Umwandlung von reiner Gewerbezone in ein Mischgebiet mit mehr Dienstleistungen und Wohnen sinnvoll ist. Vorgesehen ist zudem ein reines Arbeitsplatzgebiet für Gewerbe, an dem alle drei Gemeinden Anteil haben.

Wenig Handlungsbedarf wird in den Gebieten "Wohnen am Siedlungsrand" und "Dorfkerne" ausgemacht. Diese sollen in ihrem Charakter erhalten bleiben und "allenfalls punktuell weiterentwickelt" werden.

Das Pilotprojekt wird in diesem Jahr fortgeführt. So werden unter anderem die möglichen Nutzungen der drei Bahnhofsgebiete und des gemeinsamen grossen Arbeitsplatzgebietes konkretisiert. Bis 2017 soll ein handlungsorientierter Masterplan vorliegen.