Steuer
Zürcher Steuerzahler erhalten weniger Vergütungszins

Schlechte Nachricht für Zürcherinnen und Zürcher, die ihre Steuerrechnung frühzeitig bezahlen: Der Regierungsrat senkt den Vergütungszins ab nächstem Jahr von 1,5 auf 0,5 Prozent. Der Verzugszins hingegen beträgt weiterhin 4,5 Prozent.

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Steuererklärung: die Bösen werden bestraft, die Guten nicht belohnt.

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AZ

Der Regierungsrat habe den Vergütungszins neu festgelegt, nachdem auch die Verzinsung der Sparguthaben durch die Banken entsprechend gesunken sei, heisst es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Der ab Januar 2016 gültige neue Ansatz von 0,5 Prozent liege jedoch weiterhin über den üblichen Zinssätzen für Sparguthaben.

Der Regierungsrat halte damit an seiner Absicht fest, den Steuerpflichtigen einen Anreiz zu bieten, die Steuern möglichst frühzeitig zu bezahlen, das heisst vor dem 30. September des jeweiligen Steuerjahres.

Bis zu diesem Datum werden bereits einbezahlte Beträge mit 0,5 Prozent verzinst. Ebenso vergütet das Steueramt mit diesem Zinssatz jene Beträge, die es aufgrund von tiefer ausgefallenen Schlussrechnungen zurückzahlt.

Der Ansatz von 0,5 Prozent gilt auch für den Ausgleichszins. Diesen belastet das Steueramt für den Zeitraum vom 30. September bis zum Eintreffen der definitiven Schlussrechnung, falls die definitiv ermittelte Steuer höher ist als die provisorisch bezahlte.

Nicht verändert hat der Regierungsrat den Verzugszins für nicht rechtzeitig bezahlte definitive Steuerrechnungen. Der Verzugszins beträgt weiterhin 4,5 Prozent. Er wird säumigen Steuerpflichtigen nach 30 Tagen ab Zustellung der Schlussrechnung in Rechnung gestellt.