Solarstrom
Zürcher Stadtrat will Solarstromförderung unterstützen

Der Zürcher Stadtrat will die Stromproduktion mit Photovoltaikanlagen stärker unterstützen. Er beantragt dem Gemeinderat einen Objektkredit von 3,9 Millionen Franken, um Betreibern kleinerer Anlagen Einspeisevergütungen vorstrecken zu können.

Merken
Drucken
Teilen
Eine Solarstrom-Anlage wird auf einem Dach installiert (Archiv)

Eine Solarstrom-Anlage wird auf einem Dach installiert (Archiv)

Keystone

Der Stadtrat schlägt laut einer Mitteilung dem Gemeinderat vor, kostendeckende Einspeisevergütungen (KEV) für Photovoltaikanlagen mit Höchstleistungen zwischen 10 und 20 Kilowatt- Peak (kWp) im Versorgungsgebiet des ewz vorzuschiessen.

Lange Warteliste für kleine Stromlieferanten

Die Eigentümer sollen das Geld dann der Stadt wieder zurück zahlen, wenn sie in die Solarstrombörse der Netzbetreibergesellschaft Swissgrid aufgenommen sind, erklärte ewz- Mediensprecher Harry Graf. Swissgrid habe eine lange Warteliste für die Aufnahme solcher kleinen Solarstromlieferanten in die Solarstrombörse.

Bis zur Aufnahme könne Swissgrid aber die KEV nicht auszahlen. Nach der Aufnahme allerdings werde der Gesamtbetrag der KEV seit der Antragstellung ausbezahlt. Das städtische Geld sei deshalb als Überbrückungszahlung zu verstehen, die rückerstattet werde.

Ins Stromnetz eingespeister Solarstrom aus Anlagen mit weniger als 10 kWp soll aber von den Überbrückungszahlungen nicht betroffen werden. Eigentümer solcher Kleinanlagen bekommen beim Bau der Anlage doppelt soviel städtische Beiträge wie jene Betreiber, die Anlagen mit 10 bis 20 kWp bauen.

Fördersumme von 3000 Franken

Letztere bekommen 1500 Franken pro kW Leistung. Bei kleineren Anlagen liegt die Fördersumme bei 3000 Franken, die das ewz aus dem Stromsparfonds finanziert. Diese Summe sei nicht gesenkt worden, so Graf, obwohl die Preise für solche Anlagen in den letzten Jahren stark gesunken seien. (sda)