Abwasserreinigung
Zürcher Stadtrat will Klärwerk Werdhölzli erneuern

Der Zürcher Stadtrat hat für die Erneuerung der Schlammbehandlung im Klärwerk Werdhölzli einen Projektierungskredit von 2,299 Millionen Franken bewilligt. Ziel ist eine einwandfreie Schlammbehandlung während der nächsten 25 Jahre.

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Kläranlage Werdhölzli
10 Bilder
Für jeden Wasserstrahl seinen eigenen Schlauch
Wie aus den Bioabfaellen der Limmattaler Biogas wird
Die Fundstücke alias das Kabinett der Kuriositaeten, die im Laufe der Jahre im Rechen gefunden wurden
Die Vorklaerungs- bzw. Regenwasserbecken.
Aus dem Dung wachsen bereits wieder Pflaenzchen
Die Kläranlage Werdhölzli
Das Innere der Kläranlage. (Archiv)
Die Fundstuecke alias das «Kabinett der Kuriositaeten», die im Laufe der Jahre im Rechen gefunden wurden
Daniel Pfund, Leiter der Abteilung Abwasser in der Kläranlage Werdhölzli sagt, dass man sich mit der Zeit an den Geruch gewöhnt

Kläranlage Werdhölzli

Sandra Ardizzone

Massnahmen sind in drei Bereichen vorgesehen, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Die Verfahrenstechnik wird erneuert und an den aktuellen Stand der Technik angepasst, die gesamten elektromechanischen Einrichtungen werden ersetzt und die Bausubstanz in einzelnen Bereichen wird an die neue Verfahrenstechnik angepasst.

Die Anlage für die Schlammbehandlung im Klärwerk Werdhölzli wurde in den Jahren 1980 bis 1985 erstellt. Jährlich werden darin 70 bis 90 Millionen Kubikmeter Schlamm aus dem Abwasser verarbeitet.

Die Schlammmengen seien in den letzten 30 Jahren ungefähr konstant geblieben, heisst es in der Mitteilung. Die Zusammensetzung und Eigenschaften des Schlamms hätten sich jedoch aufgrund externer Einflüsse wie Industrieanteil, Lebensgewohnheiten der Bevölkerung sowie Nutzung neuer Wasch- und Reinigungsmittel verändert.

Die bestehende Verfahrenstechnik der Schlammbehandlung werde an der Kapazitätsgrenze betrieben, schreibt die Stadt. Werde nicht in die Erneuerung investiert, steige das Risiko, dass zeitweise nicht mehr der gesamte Schlamm behandelt werden könne. Dies gefährde die Funktionsfähigkeit des gesamten Klärwerks.